Der Feldkirchner Erich Unterweger (78) ist Imker aus Leidenschaft. Seit über 45 Jahren kümmert er sich um seine Bienenvölker.

Am Seitenberg, idyllisch gelegen auf einem kleinen, etwas versteckten Hochplateau, lebt der pensionierte KELAG-Mitarbeiter Erich Unterweger. Umgeben von großen Wiesen und nahe dem Wald ist hier ein ganz besonders guter Platz für die Bienenstöcke, die Unterweger schon fast ein halbes Jahrhundert lang betreut.

Leidenschaft Bienen
Erich Unterweger engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren als Funktionär im Feldkirchner Bienenzuchtverein und hat seit zehn Jahren die Bezirksobmannschaft inne. Im Bezirk Feldkirchen gibt es sechs Bienenzuchtvereine mit rund 200 gemeldeten Imkern. Allein der Bienenzuchtverein Feldkirchen-Umgebung, dessen Obmann Erich Unterweger auch ist, hat 100 Mitglieder. „Einmal im Monat treffen wir uns beim Imkerstammtisch im Gasthof Seitner. Hier haben wir immer wieder Referenten, die Expertenvorträge zu relevanten Themen halten zu Gast“, berichtet Unterweger. Kärntenweit gibt es über 100 Bienenzuchtvereine mit immerhin 3.500 Mitgliedern.

Apotheke Gottes
„Ich versorge aktuell 25 Bienenvölker, mit jeweils bis zu 70.000 Bienen. Im Schnitt gibt das einen Ertrag von zwischen 15 bis 20 kg Honig pro Volk und Jahr. Über den Sommer übersiedle ich einen Teil meiner Bienenstöcke ins Görtschitztal. Das ergibt dann einen ganz besonderen Waldhonig“, informiert der passionierte Bienenzüchter, der täglich am Morgen und Abend seine besonders gesunden Honigeinheiten zu sich nimmt und auch seinen Kaffee mit Honig süßt. „Mir fehlt nichts, ich bin fit und gesund – durch die Kraft des Honigs aus der Apotheke Gottes“, ist sich Unterweger sicher.

In Österreich noch OK
„Bienen bestäuben 80 Prozent der Pflanzen. In Österreich ist die flächendeckende Bestäubung noch gegeben, jedoch kommen besonders durch das oftmalige Mähen auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen immer weniger Blüten zu blühen“, erläutert Unterweger und fährt fort, „erfreulich ist, dass die Menschen wieder umweltbewusster werden. In letzter Zeit interessieren sich auch junge Menschen wieder stärker für das Leben und Wirken der Bienen und auch für das Imkern. Neueinsteiger und Interessierte können sich gerne für Hilfe und Unterstützung bei melden“.

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