Der Bienenzuchtverein Petzenland-Peca betreibt aktiv Bewusstseinsbildung für Bienen und viele andere wertvolle Insekten. 400 Schulkinder hat man heuer bereits in der Bienenwelt Bründl informiert. Am Sonntag wurde das „Fest der Biene“ gefeiert.

„Wir möchten Bewusstsein vermitteln für die Bienen, auch für die Wildbienen und die vielen anderen wertvollen Insekten“, erklärt Erich Rudolf. Vor mehr als 35 Jahren hat ihn die Bienenzucht-Faszination „erwischt“, seit 15 Jahren ist er Obmann des BZV Petzenland-Peca. Die Bienenwelt Bründl ist nicht nur Heimat des Vereins, sondern vor allem auch Informationszentrum.

Stressfrei zu den Bienen
Rund 400 Schulkinder waren heuer bereits in der Bienenwelt zu Gast. „Die Carnica, die schon seit der Eiszeit bei uns heimisch ist, ist eine friedliche Biene. Außerdem ist das ein Erfolg der Zucht: Seit 60 Jahren achten Imker darauf, das ,schlimme‘ Bienen nicht mehr vermehrt werden“, erklärt Rudolf. „Als erfahrener Imker weiß man, wann man einen Stock gefahrlos öffnen kann – und wenn es passt, machen wir das auch, wenn uns Kinder besuchen. Wer sich traut, kann dann Bienen sogar streicheln. Wichtig ist, dass man ruhig und ohne Angst zu den Bienen geht. Wie Hunde oder Katzen spüren sie auch, ob wir unruhig sind. Vor der Arbeit mit den Bienen muss sich ein Imker zuerst vom Stress befreien.“

Aktive Mitglieder
Seit elf Jahren betreibt der BZV Petzenland-Peca die Bienenwelt hinterm Bründlteich in Bleiburg. Eine Naturoase und Lebensraum für die Tiere, die von den Vereinsmitgliedern gepflegt wird. „Johann Barth danken wir besonders für die Pflege der Anlage“, so Obmann Rudolf, der höchst erfreut ist, über die aktiven Mitglieder: „Wir sind einer der bestausgebildeten Vereine mit fünf Imkermeistern und neun Facharbeitern unter den 45 Mitgliedern. Der Vorstand besteht aus 16 Leuten, die Kommunikation ist ausgezeichnet, es gibt ein hohes Niveau.“

4.400 Blüten pro Tag!
Noch ein paar Fakten: Rund 80 % aller Pflanzen werden von Bienen bestäubt – damit sichern sie das Überleben von Bäumen, Blumen und Gräsern und damit von unserem Essen. Eine einzelne Honigbiene kann bis zu 4.400 Blüten pro Tag bestäuben. Bienen stimmen demokratisch ab, wohin ausgeschwärmt wird – die Mehrheit entscheidet. Und: Eine Biene denkt nie an sich, sondern nur an ihr Volk.

Tolles Fest der Biene
Neben Kursen, Vorträgen und Exkursionen wird auch auf die Geselligkeit nicht vergessen, um den Menschen die Welt der Biene näherzubringen. Am Samstag, 9. September, lud der Verein zum „Fest der Biene“ und zahlreiche Besucher sorgten bei bester Stimmung und Prachtwetter für Hochbetrieb! Die Vereinsmitglieder und Helfer sorgten für beste kulinarische Verpflegung mit Wienerschnitzeln und süßen Köstlichkeiten. Das Tamburizza-Ensemble Tamika aus Bad Eisenkappel sorgte mit toller Musik für Urlaubsflair, zwischendurch erklangen auch Harmonika-Stücke.

Großes Foto oben: Erich Rudolf bei einem geöffneten Bienenstock. Ein Volk braucht 60 kg Blütenpollen/80 kg Honig im Jahr, um zu überleben
© KRM

BZV-Obmann Erich Rudolf begrüßte die Festgäste in der Bienenwelt mit Honigschnaps, unter ihnen auch Bgm. Stefan Visotschnig

„Bärenfang“ und viel weiteres Gutes von der Biene: Obmann-Stv. Herbert Woltsche, Bienenwirtschaftsmeister

Die Tamburizza-Gruppe Tamika

Einen bevölkerten Bienenkorb gibt es ebenfalls, neben den kunstvoll gestalteten Stöcken
© KRM (5)