Neuinterpretierte Tracks, heiße Rhythmen und coole Beats – wenn das Nachtleben beginnt, wird Michael Zajc alias DJ Mai-Kel erst richtig wach.

Der gebürtige Spittaler ist neben seinem Job als Restaurantleiter beim Kleinsasserhof erfolgreicher DJ und bescherte mit seinen Mixes schon zahlreichen Partygängern einen unvergesslichen Abend.

Die Macht am Mischpult
Schon seit 15 Jahren steht Michael Zajc an den Turntables und das mit großer Leidenschaft. Wie viel Know-how sich hinter diesem Job verbirgt und welche Verantwortung ein Discjockey eigentlich trägt, ist vielen dabei gar nicht bewusst: „Musik ist ein mächtiges Instrument. An den Turntables hat man die Macht, eine Stimmung zu erzeugen und eine Atmosphäre zu erschaffen, die das Publikum beeinflusst. Ob positiv oder negativ liegt in den Händen des DJs“, erklärt Michael Zajc. Angesichts der vielen DJs, die wie Pflänzchen im Frühjahr aus dem Boden schießen, könnte man meinen, jeder kann seine Brötchen damit verdienen. Dem ist aber nicht so! „Mit Hilfe von ein paar Programmen und einem Laptop ist das DJ-Dasein idiotensicher geworden. Trotzdem gibt es wichtige Aspekte, die einem der Computer nicht abnehmen kann. Das Wichtigste ist das Gespür für das Publikum. Nur so können die richtigen Tracks in der geeigneten Reihenfolge ausgewählt und die gewollte Atmosphäre geschaffen werden. Außerdem dürfen zwischen den Musikstücken keine Pausen entstehen und auch die Geschwindigkeit beim Übergang zweier Tracks muss beachtet werden. Beides verlangt gutes Timing und Musikgefühl“, erklärt DJ Mai-Kel. Genau diese nicht erlernbaren Fähigkeiten unterscheiden einen guten von einem schlechten Discjockey.

Markenzeichen
Dass der 31-Jährige alles richtig macht, zeigen seine vielen Gigs. So legt der 31-Jährige bei Events wie dem World Bodypainting Festival, der Fête Blanche und bei verschiedenen Gastroclubbings auf. Seine Mixtapes laufen außerdem auf FM4. „Mein Herz schlägt für oldschool Funk & HipHop, Nu- Disco & House. Hat ein Track einen funky Groove kommt er in meine Sammlung“, so DJ Mai-Kel. „Von der Musik leben zu können, wäre mein Traum, aber darauf verlass ich mich nicht“, lacht der gebürtige Spittaler, „solange meine Mixes im Internet (www.mixcloud.com/soundofmaikel) oder live gehört werden und ich die Menschen aus ihrem Alltagstrott herausholen kann, bin ich zufrieden – auch ohne Weltkarriere“.

© Andreas Schuller