Thomas Wordl, Christof Pressler und Andreas Wucherer sind nicht nur Feinschmecker, sondern auch begabte Handwerker. Daraus entstanden drei handgebaute Barbecue-Smoker.

So ein Smoker ist schon ein feines Ding: Mithilfe von heißem Rauch werden darin Speisen gegart bzw. geräuchert, anstatt sie – wie beim „normalen“ Grillen direkt über Glut oder Feuer zu braten. Je nachdem, welches Holz man in welcher Menge verwendet, kann man das typische Raucharoma beeinflussen. Doch ein richtig hochwertiger Smoker, wie er zum Beispiel in den USA verwendet wird, ist teuer. Um die 6.000 Euro blättert man für ein gutes Produkt hin. „Dabei geht es vor allem um die Wandstärke der so genannten Barrels, also der Rohre“, erklärt Thomas Wordl. „Günstige Modelle haben oft nur eine Wandstärke von zwei bis fünf Millimeter, was die Hitze nicht so konstant hält, wie dickere Wände.“ Gemeinsam mit Schwing-Schlosser Christof Pressler (Burgstall/St. Andrä) und seinem Mediaprint-Arbeitskollegen Andreas Wucherer (Kleinedling/Wolfsberg) entschloss sich Wordl kurzerhand dazu, drei Smoker selbst zu bauen.

15 Stunden pro Woche
Einfach war das Vorhaben wirklich nicht. Schon das Erstellen der Pläne erforderte viel Zeit, denn im Internet fanden sich kaum Informationen. „Hilfreich waren diverse Foren zum Thema Grillen, doch die Pläne habe ich am Ende selbst gezeichnet“, so Wordl. Als es an die Arbeit ging, musste erst einmal ein geeignetes Rohr gefunden werden. In der Steiermark trieb das dynamische Trio schließlich ein acht Meter langes Stahlrohr mit einem Durchmesser von 53 cm auf, das eigentlich als Entwässerungsrohr hätte dienen sollen. Die eigentliche Arbeit an den Smokern ging in Christof Presslers heimischen Werkstatt über die Bühne. Von Mai bis Juli wurden fünf bis 15 Arbeitsstunden pro Woche investiert. Neben präzisen Schweißarbeiten waren die drei Handwerker vor allem beim Herausschneiden des Deckels aus dem kreisrunden Rohr gefordert. „Um dabei das Material nicht zu verziehen, mussten wir erst Streben in das Rohr einschweißen“, erklärt Wordl.

Alles ist möglich
Die selbst gebauten Smoker funktionieren so gut, dass Thomas Wordl seinen alten Gasgrill bereits verkauft hat. Multifunktionell sind die Smoker auch, denn neben der gewohnten Smokerfunktion beinhalten sie auch eine Räucherbox, in der zum Beispiel Fisch geräuchert werden kann. Und der Teil, in dem eingeheizt wird, kann als ganz klassischer Griller verwendet werden.

Ripperl werden im Smoker besonders zart. Bis sie fertig sind, dauert es allerdings sechs Stunden

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