Losgelöst von der Objektivierungspflicht bietet das Land Kärnten jungen Menschen die Möglichkeit zum Erlernen eines Berufes.

Günther Marx, der Leiter der Lehrlingsausbildung im Land Kärnten: „Die Lehrlingsausbildung funktioniert unabhängig von ausgeschriebenen Planstellen. So ergibt sich die Möglichkeit, jährlich zwischen 60 und 80 Lehrlinge auszubilden.“

Für Privatwirtschaft
Das Land tritt dabei als Ausbilder für die Privatwirtschaft auf. Bedeutet: Einmal ausgelernt, müssen die Lehrlinge, eben wegen der Objektivierungspflicht, das Land Kärnten wieder verlassen und sich einen Job in der privaten Wirtschaft suchen. Allerdings: „30 bis 40 Prozent der ausgebildeten Verwaltungsassistenten finden bei einer vakanten Planstelle wieder einen Posten im öffentlichen Dienst“, erklärt Marx. Egal ob öffentliche Sparte oder Privatwirtschaft: Personen mit einem Lehrabschluss des Landes Kärnten sind am Arbeitsmarkt gefragt.

Pflichtpraktikum
Dies deshalb, da die Lehrlinge in der landeseigenen Lehrlingsakademie, die mit der Verwaltungsakademie kooperiert, ausgebildet werden. Zudem muss ein Pflichtpraktikum in der Privatwirtschaft absolviert werden. Partnerbetriebe sind etwa: Lagerhaus, Kelag oder die Diakonie de la Tour. Auf Wunsch wird zudem ein mehrwöchiges Auslandspraktikum angeboten und voll finanziert

Anfragen variieren
Besonders beliebt ist die Ausbildung zum Verwaltungsassistenten. Marx: „Bei klassischen Büroberufen rennt man uns sprichwörtlich die Türe ein.“ Andererseits sind Lehrstellen wie etwa Straßenerhaltungsfachmann & Tiefbauer weniger nachgefragt. Der offizielle Sitz des Lehrbetriebes ist das Amt der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt. Ausgebildet wird jedoch kärntenweit. Im Rahmen des Straßenerhaltungsfachmannes etwa in den Straßenmeistereien Winklern und Wolfsberg. Von 1999 bis heute wurden 420 Lehrlinge vom Land Kärnten ausgebildet. Angeboten werden 19 unterschiedliche Lehrberufe. Aktuelle Ausschreibungen finden Sie in unseren aktuellen Printausgaben sowie unter: www.lehre.ktn.gv.at

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