In der aktuellen Ausgabe unserer Serie „KLAGENFURTER Jungs“ stellen wir David Fischer vor. Der 30-jährige Verteidiger steht mittlerweile die dritte Saison für die Rotjacken am Eis.

Der gebürtige Amerikaner wirkt privat ganz anders als auf dem Eis. Ist er im Rink ein Wirbelwind, so präsentiert sich der 30-Jährige im persönlichen Gespräch komplett ruhig und geerdet. Seine europäische Karriere startete David Fischer in der 2. Deutschen Liga (DEL2), bevor er über die DEL, in der Saison 2016/17, in die Erste Bank Eishockey Liga und damit zum EC-KAC wechselte. Für ihn sind beide Ligen relativ nah beieinander: „Sowohl da wie dort gibt es sehr gute Eishockeyspieler, der einzige Unterschied ist, dass in der DEL wirklich alle Clubs leistungsmäßig sehr knapp zusammen sind, in der EBEL gibt es da leider, wahrscheinlich auch aus wirtschaftlichen Gründen, teilweise gravierende Unterschiede“, so Fischer.

Führungsrolle.
Seit der Verletzungspause von Manuel Geier trägt David Fischer das Kapitäns-C. Aber auch sonst fungiert der 192 cm große Verteidiger als Assistant-Captain. Er selbst sieht seine Führungsrolle so: „Die Jungs respektieren und schätzen meine Arbeit und meine Einstellung. Ich versuche nicht, bewusst zu führen, ich würde sagen, ich bin für sie da und versuche, für jeden das Beste herauszuholen. Meiner Meinung nach heißt eine Führungsposition innezuhaben ‚to lead is to serve’ (zu führen heißt zu dienen, Anm. d. Red.).“

Kraftzahl.
Die Nummer 3, die Dave Fischer oder Fishi – wie ihn seine Teamkollegen nennen – trägt, hat für ihn eine besondere Bedeutung. „Ich bin kein religiöser Mensch, aber die 3 ist einfach eine kraftvolle, spirituelle Nummer, wenn man zum Beispiel an die Dreifaltigkeit denkt oder an ein in sich geschlossenes Dreieck, diese Zahl gibt mir einfach Kraft“, so der Verteidiger.

Die Karriere.
Mit drei Jahren hat Fischer mit dem Eishockeyspielen begonnen. Nach einem Erstrunden Draft in der NHL entschied er sich aber trotzdem für ein vierjähriges Studium an der University of Minnesota und damit verbundenem „University Hockey“. „Dieser Schritt war für meine Eltern, aber auch für mich sehr wichtig. Er war sicher nicht der beste Weg für meine Karriere, aber definitiv der beste Weg für mich und meine Zukunft“, erklärt er. Neben seiner aktiven Eishockeykarriere ist Fischer der Mitbegründer des „mindstrong project“ – eine Vereinigung verschiedener Sportler zur Unterstützung und Leistungssteigerung anderer Sportler. „Wir sagen niemandem, was er tun soll, sondern wir geben hilfreiche Tipps, wie man sich selbst weiterbringen kann.“

Weitere Pläne.
Für die Zukunft hat David noch keine konkreten Pläne. „Keiner weiß, was die Zukunft bringt, aber ich liebe es hier in Klagenfurt und könnte mir schon vorstellen, hier zu bleiben.“ Noch bis 2020 läuft der Vertrag des Amerikaners beim EC-KAC, die Chancen auf Verlängerung stehen gut. Und außerdem gibt es ja (zum Leidwesen aller weiblichen KAC-Fans) auch eine Freundin, die David in Klagenfurt hält. In der nächsten Ausgabe am 23./24. Jänner präsentieren wir Johannes Bischofberger.

© Steinthaler/EC-KAC

David Fischer schließt es nicht aus, seinen Vertrag nach 2020 beim EC-KAC noch zu verlängern

Nächste Heimspiel:
13.1.2019 Dornbirn
18.1.2019 Fehèrvàr AV 19
Ticketinfo: www. kac.at/de/tickets

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