Andrea K. Schlehwein lebt ein Leben, wovon wohl viele Tänzer oder Choreographen träumen. Sie bespielte Bühnen auf der ganzen Welt und ihre Stücke werden weltweit aufgeführt.

Schon von klein auf übten Bewegung und das Tanzen eine großeFaszination auf Andrea K. Schlehwein, die in Japanaufwuchs, aus. So durchlief sie während ihrer Kindheit und Jugend alle möglichen Tanzrichtungen. Auch Judo begeisterte das Mädchen.

Ausbildung
Mit 18 Jahren verließ Andrea K. Schlehwein Japan und übersiedelte nach Deutschland. In Köln absolvierte die junge Frau ihr Studium zur Bühnentänzerin und Choreographin.„Ich wollte einfach meine eigenen Ideen umsetzen und herausfinden, ob sich diese überhaupt realisieren lassen“, so die 55-Jährige. Parallel dazu tanzte sie bereits in verschiedenen Tanzensembles, führte Regie am Theater oder lernte an der Kölner Oper Ton- und Lichttechnik, bis sie schließlich von dem weltbekannten Regisseur Achim Freyer entdeckt wurde. „Er holte mich in sein Ensemble. 12 Jahre lang durfte ich so an allen großen Häusern der Welt tanzen.“

Neue Heimat, neues Projekt.
Irgendwann sehnte sich die junge Frau nach einer neuen Herausforderung. Nicht mehr als Tänzerin, sondern als Choreographin. „Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich noch etwas erleben muss. Eine bloße Intuition reichte aus und ich beschloss, spontan nach Millstatt zu übersiedeln“, erinnert sich die Künstlerin zurück. Von Millstatt aus tingelte Andrea K. Schlehwein für ihre Arrangements noch zwei Jahre in die Welt hinaus. Doch im Hinterkopf war schon längst die Idee geboren, Stücke zu erarbeiten und diese schließlich auch in Millstatt aufzuführen. So adaptierte sie gemeinsam mit der bekannten Galeristin Eleonore Schäfer Räume im Stift in Millstatt. Zusammen wurden der ‚ART SPACE stift millstatt‘ sowie das NETZWERK AKS – ein Tanzensemble – gegründet. Seit fünf Jahren inszenieren die beiden ein abwechslungsreiches Jahresprogramm, für das sie international, national, aber auch regional große Anerkennung ernten. Zudem unterrichtet
Andrea K. Schlehwein an der Nationalen Kunstuni (Korea National University of Arts). „Meine Arbeit und die Professur
nehmen meine ganze Zeit in Anspruch. Urlaub hatte ich in den letzten Jahren keinen. Das macht mir aber nichts aus, denn ich schöpfe meine Energie aus der Arbeit und auch die Künstler, die meine Stücke aufführen, geben mir Kraft. Ich lebe genau das Leben, das ich mir erträumt habe“, so die Choreografin abschließend.

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