Heizung, Bäder, Sanitär, Haustechnik: Installations- und Gebäudetechnik ist ein vielfältiges Berufsfeld. Die Lehrzeit dauert drei Jahre bzw. mit Spezialmodul vier Jahre.

Vom verstopften Abfluss reparieren bis zum Armaturentausch, vom Einbau neuer Heizungen bis zu Solaranlagen, umreißt Fabian Fleiss sein Arbeits-Einsatz-Gebiet. Er ist im vierten Lehrjahr Installations- und Gebäudetechnik mit dem Schwerpunkt Heizungstechnik bei Heizungen-Bäder Werner Findenig in Mittlern, Eberndorf. „Ich wollte einen handwerklichen Beruf lernen. Dass es Installateur ist, war eigentlich Zufall – aber ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Mir gefallen die Abwechslung und die Arbeit mit den Kunden, die Wertschätzung, die man bekommt, ist schön.“ Eine Herausforderung, die sein Beruf bietet: „Die Arbeit immer in bester Qualität auszuführen, denn jede Baustelle und jede Situation ist anders.“

Berufsbild ändert sich
Installateurmeister Werner Findenig ist seit über 40 Jahren selbstständig und bildet ständig Lehrlinge aus: „Teilweise haben wir bis drei Lehrlinge im Betrieb. Wenn jemand sehr gut ist, beschäftige ich ihn auch nach der Lehre in der Firma“, sagt Findenig. „Technisch hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert. Bei den Heizungssystemen gab es früher hauptsächlich Holz, Kohle und Öl. Heute gibt es verschiedenste Möglichkeiten von Wärmepumpen, Pellets- und Solaranlagen bis hin zur Photovoltaik sowie Brennstoffzellen. Man muss ständig dazulernen, Schulungen besuchen, mit der Zeit gehen. Auf diesem Sektor tut sich sehr viel und das Berufsbild wird sich in den nächsten 15 Jahren noch enorm verändern.“

Chancen
Ein interessanter Beruf, der für gut ausgebildete Fachkräfte viele Möglichkeiten bietet. Werner Findenig: „Ich rate jedem Lehrling, die Lehre mit Matura zu machen. Da muss man sich zwar beim Lernen mehr anstrengen, aber man hat nach der Ausbildung viele Vorteile und zusätzliche Chancen.“ Welche Voraussetzungen man für den Beruf mitbringen muss: „Geschicklichkeit, Auffassungsgabe, mathematische Grundkenntnisse, Sauberkeit, Genauigkeit, Disziplin, Kommunikationsfähigkeit“, zählt Werner Findenig auf. „Man muss zuhören können – nicht nur bei der Ausbildung, sondern auch im Gespräch mit dem Kunden, welche Wünsche und Vorstellungen er hat.“

Großes Foto oben: Fachwissen und handwerkliches Geschick gefragt: Fabian Fleiss, Lehrling im vierten Lehrjahr Installations- und Gebäudetechnik, bei der Arbeit
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Verschiedene Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten zu einer Lehre gibt’s auch auf www.lehre.ktn.gv.at

Installateurmeister Werner Findenig mit Tochter Liesa, die zurzeit die FH für Gebäudetechnik in Pinkafeld besucht und den Betrieb später übernehmen wird
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