Modellbauer Michael Glinik aus Sittersdorf hat den Verein Vellachtalbahn gegründet. Am 7. Juni startet die „Eisenkappler Ehrenrunde“ der legendären Schmalspurbahn „Vike“.

Im Jahr 1902 nahm die Vellachtalbahn Fahrt auf – Höchstgeschwindigkeit 25 km/h. Am 22. Mai 1971 wurde sie eingestellt. Michael Glinik aus Wigasnitz bei Sittersdorf lässt den legendären „Vike“, wie die Bahn genannt wurde, nun eine „Eisenkappler Ehrenrunde“ drehen: Als Modelleisenbahn im Verhältnis 1:87. „Das ist als Normalspur H0, Spurweite 16,5 mm bzw. als Schmalspur H0e, Spurweite 9 mm,“, erklärt Glinik. Dafür hat er seinen Modelleisenbahnverein als „Modelleisenbahn Vellachtalbahn“ neu gegründet.

Modellbau trifft Bahn
Bereits mit fünf Jahren wurde bei Michael Glinik die Faszination fürs Modellbauen geweckt: „Mein Papa hat mir eine Modelleisenbahn geschenkt“, erzählt er. Über die ehemalige Bahnstrecke der Vellachtalbahn ist er später täglich mit dem Rad zu seiner Lehrstelle als Industriekaufmann ins Zellstoffwerk Obir gefahren. Idee und Planung für die „Eisenkappler Ehrenrunde“ des „Vike“ als Modell sind 2017 bei den Treffen der „Denkwerkstatt“ mit Zdravko Haderlap entstanden. Gemeinsam setzen die Vereine „Vellachtalbahn“ und „Denkwerkstatt“ die Ausstellung im Rahmen des Jubiläums „750 Jahre Markterhebung Eisenkappel-Vellach“ um.

Legendäre Eisenbahn
„Insgesamt 20 Lokomotiven waren bei der Vellachtalbahn tätig“, weiß Glinik. „Etwa zehn wurden verschrottet, eine ist bei der Gurktalbahn in Betrieb, eine ist im Eisenbahnmuseum in Laibach, eine im Technikmuseum in Deutschland. Die ehemalige Werkslok von Rechberg existiert auch noch, sie ist bei der Murtalbahn stationiert. Wir wollten für das Jubiläum die Lok, die bei der Gurktalbahn ist, noch einmal nach Eisenkappel holen, aber leider ist der Transport zu teuer, das können wir nicht finanzieren.“ Die Strecke des „Vike“ baut Glinik mit Familienmitgliedern (Sebastian Stox-reiter, (ABTEILUNG) Unterbau) für die Ausstellung im Forum Zarja nach, auch drei Modelle der Bahnhöfe Bad Eisenkappel und Miklauzhof sind entstanden. Gesammelte Fotos sowie aus Bedi Böhm-Besims Sammlung geliehene Originalteile des „Vike“ werden die Modelleisenbahnausstellung abrunden. Zu einem Lied über den „Vike“ – „Die Kåppler Båhn“ – hat Michael Glinik drei Strophen dazu gedichtet. „Seppi Oschwaut hat es vierstimmig in C-Dur gesetzt“, so Glinik.

Foto oben: Der Modellbauer beim Anfertigen der Streckenführung für die „Eisenkappler Ehrenrunde“ des „Vike“
© KRM

Der Bahnhof von Bad Eisenkappel im Miniaturformat

Michael Glinik mit den Noten von „Die Kåppler Båhn“
© KRM (2)

Ausstellung
„Vike“ – Eisenkappler Ehrenrunde: 7. Juni bis 31. August, Forum Zarja, Hauptplatz Bad Eisenkappel. Öffnungszeiten: freitags 18 bis 20 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr, sonntags 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung mit Michael Glinik unter Tel. 0664/75131855