Marc ist 18 Jahre alt und im ersten Lehrjahr zum Kraftfahrzeug-Techniker. Im August tritt er in das zweite Lehrjahr ein und im September besucht er das zweite Berufsschuljahr.

Orientierung
Seine Reise begann an der NMS Hermagor, dann wechselte er an die HLW Hermagor. Jedoch hielt sich seine Motivation, „nur“ in die Schule zu gehen, in Grenzen. Freunde und Familie merkten das natürlich und rieten ihm zu einer Lehre. Mit diesem Gedanken freundete Marc sich schnell an und schrieb die ersten Bewerbungen. „Ich weiß noch genau, als ich meine Bewerbung an das Autohaus Roth schrieb, mein Vater half mir und wir schickten die E-Mail, Sonntagnachmittag ab. Am Monatmorgen hatte ich schon eine Antwort inklusive der Einladung zu einem Gespräch“, erzählt Marc Mannsberger.

Kraftfahrzeug-Technik
„Ich wollte schon immer in einem handwerklichen Beruf arbeiten. Ich interessierte mich für Autos und ich wollte schon immer selbst herumschrauben können. Also war der Beruf des KFZ-Technikers genau der richtige für mich“, erzählt Marc. Da er im ersten Lehrjahr ist, darf er noch keine Arbeiten alleine machen, das stört ihn aber nicht. „Meistens bin ich einem Gesellen zugeteilt, der mich mitnimmt. Da kann ich bei all seinen Aufgaben mitarbeiten oder zusehen, auf jeden Fall kann ich immer mitlernen. Angefangen bei den Bremsen, über den Service bis hin zum Ölwechsel hat Marc schon einiges gesehen. Aber als sie mal ein Auto mit einem Motorschaden in die Werkstatt bekamen, war das etwas Besonderes für Marc. „Wir mussten den ganzen Motor ausbauen, das dauerte fast einen Tag. Am nächsten Tag bereiteten wir das Auto für den neuen Motor vor und bauten ihn ein. Das war schon eine große Nummer und ich war begeistert, als das Auto wieder funktionierte. Als Mechaniker sieht man einfach das Produkt seiner Arbeit und genau das gefällt mir an meinem Job“, erklärt er.

Lehre
Die Ausbildung zum Kraftfahrzeug-Techniker dauert dreieinhalb Jahre, die Berufsschule wird in vier Blöcken besucht. Drei Blöcke dauern zehn Wochen und der letzte Block dauert fünf Wochen. Außerdem können Lehrlinge zwischen den Zweigen Systemelektronik und Hochvolt wählen. Das bedeutet, dass zusätzliche Hauptmodule beziehungsweise Spezialmodule an die Lehre und damit an die Lehrzeit angehängt werden können. Wenn man ein solches Modul anhängen möchte, dauert die Lehre insgesamt vier Jahre und der letzte Berufsschul-Block verlängert sich auf zehn Wochen.

Lehrstelle
Marc hat noch einen Tipp für Unentschlossene: „Bevor man sich für diesen Beruf entscheidet, sollte man vielleicht ein oder zwei Wochen schnuppern. Ich würde jedem empfehlen, eine Lehre zu machen. Aber für die Ausbildung zum KFZ-Techniker sollte man sich schon begeistern, um den Job gut zu machen.“ Bernd Roth hat einen Rat für Bewerber: „Generell empfehle ich, sich rechtzeitig zu bewerben. KFZ-Techniker ist ein gefragter Beruf und Lehrstellen sind schnell vergeben. Außerdem sollte man den Wunsch haben, diesen Beruf zu erlernen und ihn nicht als Notlösung antreten, denn das macht wenig Sinn.“

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