Die Erfolgsserie reißt nicht ab: Nach drei Kfz-Staatsmeistern stellt das Lavanttal mit René Grubelnig nun auch einen Eurocup-Sieger! Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland ist gesichert.

Neben Delegationen aus Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und Südtirol traten beim Eurocup im schweizerischen Bern auch vier Kfz-Techniker aus Österreich an. Beim Eurocup küren die Kfz-Verbände traditionell die Teilnehmer für die Berufsweltmeisterschaften. Sechs Stunden haben die Lehrlinge Zeit, 14 anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen.

Triumph
Für Österreich war der Bewerb ein Erfolg auf ganzer Linie. René Grubelnig, amtierender Kfz-Staatsmeister und Lehrling bei Porsche Wolfsberg, ließ die Konkurrenz alt aussehen und schwang sich auf den sensationellen ersten Platz. Damit wird er im kommenden Jahr bei den Worldskills in Russland teilnehmen. „Die Teilnahme war eine super Sache. Vor allem auch, weil man so die Chance hat, etwas von der Welt zu sehen“, freut sich das Nachwuchstalent. Doch damit nicht genug. Auch Günther Weinberger vom Autohaus Grohs, Staatsmeister von 2017, zeigte, was er drauf hat und errang beim Eurocup den sechsten Platz. Innungsmeister-Stv. Michael Schnabl zeigt sich begeistert: „Die hervorragenden Platzierungen sind eine Auszeichnung für unser Bundesland. Mich freut, dass unsere Teilnehmer mit so viel Herzblut bei der Sache waren.“

Internationale Player
Insgesamt kamen bisher drei Kfz-Staatsmeister aus dem Lavanttal. Neben Grubelnig und Weinberger wird das Trio von Marco Kogleck – Staatsmeister 2005, ehemaliger Lehrling beim Autohaus Pirker in Lavamünd und mittlerweile selbstständig – komplettiert. „Diese Höchstleistungen waren nur gemeinsam mit den Betrieben möglich“, erklärt Norbert Aichholzer, Direktor der Fachberufsschule Wolfsberg. „Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die von der Wirtschaftskammer Kärnten gegründete Talente-Akademie. Tatsache ist, dass Kärnten noch nie so viele Stockerlplätze bei Staatsmeisterschaften wie heuer hatte und dass wir mit unseren Landessiegern jetzt das erste Mal auch international mitspielen.“ An der FBS Wolfsberg bekennt man sich zum offenen, über alle Gegenstände vernetzten praxisorientierten Unterricht, in dem die Theorie „mitgelernt“ wird. „Die Schüler arbeiten in der Werkstatt und lernen beispielsweise die Mathematik, die sie brauchen, direkt am Motor. Wir haben ein ausgezeichnetes Lehrerteam, bestehend aus drei Kfz-Technik Meistern und einem Zweiradexperten“, so Aichholzer.

Die Delegation der WKK mit den erfolgreichen Teilnehmern des Eurocup. Zweite Reihe, 3. v. l.: Erstplatzierter René Grubelnig, erste Reihe, 2. v. r.: Sechstplatzierter Günther Weinberger

Das Lehrerkollegium und die Kfz-Lehrlinge der FBS Wolfsberg freuen sich schon riesig auf das internationale Zusammentreffen

© KK (großes Bild), © WKK, © KK