Als eine der Top 3-Karate-Kämpferin in der Klasse U18 in Europa hat Laura Verschnig aus Maria Rojach ein aufregendes Leben. Ihr Ziel: Karate als Beruf.

Seit Laura Verschnig vom Animations-Kassenschlager „Kung Fu Panda“ auf den Karatesport aufmerksam geworden ist, sind mittlerweile acht Jahre vergangen. Jahre, die es wirklich in sich hatten! Ein erster Platz bei der Europameisterschaft 2014 in Heilbronn (U 16), ein zweiter Platz bei der Weltmeisterschaft 2015 in Neuseeland (U 16), ein dritter Platz bei der EM 2016 in Steyr (U 18) und ein dritter Platz bei der WM 2017 in Bukarest (U 18) waren die bisherigen Highlights in ihrer Karriere. „Ich trainiere jeden Tag“, sagt die BORG-Schülerin. „Dreimal die Woche beim Karateverein Inoue-Ha in Feldkirchen, die restliche Zeit zuhause.“

Training in Japan
In der Kategorie Kata, die Laura ausübt, geht es um die möglichst perfekte Ausführung so genannter „Katas“. Dabei handelt es sich um festgelegte Kombinationen von Bewegungsabläufen. Es treten jeweils zwei Sportler gegeneinander an, die ihre „Kämpfe“ jedoch gegen imaginäre Gegner ausführen. Eine fünfköpfige Jury bewertet Aspekte wie Geschwindigkeit, Kraft und Athletik und entscheidet durch die Zurschaustellung unterschiedlich gefärbter Flaggen, wer den Kampf gewonnen hat. Für Laura Verschnig ist es das immerwährende Streben nach Perfektion, das die japanische Kampfkunst so faszinierend macht. Aber auch der philosophische Hintergrund macht den Reiz des Karate aus: „Man lernt, sehr selbskritisch und diszipliniert zu arbeiten. Das hilft mir auch im Leben abseits des Sports“, erklärt die Ausnahmekämpferin. Viel Freizeit bleibt ihr trotz eines ausgeklügelten Zeitmanagement neben der Schule und dem Sport dennoch nicht. So richtig in die Welt des Karate eintauchen konnte Laura bei bisher zwei einwöchigen Seminaren bzw. Trainingscamps in Japan – und im bevorstehenden Sommer steht schon das dritte an!

Zukunftspläne
Nachdem sie in diesem Jahr die Matura am BORG Wolfsberg absolviert, möchte Laura dem Karatesport beruflich nachgehen. Dazu strebt sie einen Platz im Heeressportzentrum Klagenfurt an. Ob ihre Bewerbung akzeptiert wird und Laura zum Leistungstest antreten darf, wird sich im Feber oder März dieses Jahres entscheiden. „Sollte daraus nichts werden, möchte ich ein Physiotherapie-Studium an der FH Feldkirchen absolvieren“, so Verschnig.

Beim Ausführen der so genannten Katas ist höchste Konzentration gefragt

Für ihre besonderen Verdienste erhielt Laura Verschnig die Sportehrennadel in Bronze der Stadtgemeinde St. Andrä

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