AMS hat 15 Millionen Euro weniger Budget für 2019. Trotzdem zeigt sich das AMS-Kärnten aufgrund des positiven Aufschwunges zuversichtlich. Arbeitslosenzahlen seit fünf Jahren erstmals unter zehn Prozent: 9,2 Prozent waren 2018 arbeitslos gemeldet.

„Ich kann eine Fortsetzung der positive Wirtschaftsentwicklung bestätigen. Im Wirtschaftswachstum liegen wir über den Bundesschnitt“, sagte AMS-Landesgeschäftsführer Franz Zewell bei der Präsentation der Arbeitsmarktzahlen 2018 am 7. Februar 2019. Mit 214.017 Beschäftigten ist Kärnten Spitzenreiter. Die Gründe für diese positive Entwicklung sieht Zewell in der „Stabilität der Industrie. Zusätzliche Treiber sind Handel, Bau und Fremdenverkehr. In diesen Sparten verzeichnen wir ein deutliches Plus.“ Für Zewell steht fest: „Die neuen Technologien und Prozessoptimierungen sind die Treiber der Kärntner Wirtschaft.“

Kranke werden verdrängt
Unverändert bleibt die Tatsache, dass Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau schlechte Chancen am Arbeitsmarkt haben. Die Sorgenkinder am Arbeitsmarkt bleibt die Gruppe der Generation 50 plus mit 7.294 Menschen, die zwar im Vorjahresvergleich leicht gesunken ist. Eklatant steigt jedoch die Zahl der älteren Arbeitslosen mit gesundheitlicher Einschränkung. Erfreulich ist der Rückgang der Arbeitslosenquote bei Jugendlichen um 18,6 Prozent. Eine positive Entwicklung macht sich mit einem Anstieg 20,2 Prozent von offenen Lehrstellen bemerkbar. Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei 9,2 Prozent und positioniert sich somit erstmals seit fünf Jahren unter der Zehn-Prozent-Marke.

Budgetkürzung und Digitalisierung
2018 stand dem AMS ein Budget von 87,7 Millionen Euro für Qualifizierung, Beschäftigung und Unterstützung zur Verfügung. Heuer stehen dem AMS 72,2 Millionen Euro zu Verfügung. Bei den Projekten liegt der Fokus auf Digitalisierung. Dafür werden 2,2 Millionen Euro in die Hand genommen. Beim AMS-Digitalisierungsprojekt 2019 sollen bei bis zu drei Großveranstaltungen jeweils bis zu 250 KMUs zum Thema Digitalisierung informiert werden. Zusätzlich wird es Workshops für Unternehmen geben. Für Zewell steht nämlich fest: „48 Prozent der Unternehmen haben großen Beratungsbedarf in Sachen Digitalisierung.“

Die Arbeitsmarktdaten für Klagenfurt:
6.717 Menschen waren 2018 arbeitslos gemeldet. 1007 Menschen befanden sind 2018 in einer Schulung. 1.231 offene Stellen waren letztes Jahr dem AMS gemeldet.