Noch Feber erfolgt die Neuausschreibung für die Oberflächengestaltung. Am 4. März beginnen die Stadtwerke mit Kanalarbeiten. Fertigstellung möglicherweise noch vor Ende der Sommerferien.

Nachdem im September des Vorjahres am Hohen Platz eine provisorische Asphaltschicht aufgetragen wurde, hätte es eigentlich gleich mit der Betonierung von drei Plattformen ostseitig von der Apotheke Weißer Wolf bis hinauf zum Café Maxy’s weitergehen sollen. Doch nachdem im Zuge der Ausschreibung nur ein einziges Angebot eingelangt ist, das zudem als unwirtschaftlich eingestuft wurde, widerrief der Gemeinderat das Ausschreibungsverfahren und legte die Bauarbeiten vorerst auf Eis. Nun geht es mit Volldampf weiter: „Wir starten noch im Feber eine Neuausschreibung“, kündigt Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz an.

Infrastruktur
Während der Ausschreibungsprozess für die Betonierung der Plattformen läuft, geht es ab 4. März mit Infrastrukturarbeiten weiter: „Im Herbst 2018 wurden bereits der Hauptabwasserkanal, Fernwärme, Stromleitungen und Lichtwellenleiter verlegt. Nun beginnen die Stadtwerke ostseitig mit der Sanierung der Kanal-Stichleitungen zu den einzelnen Häusern“, erklärt Bauamtsleiter Gernot Rüf. Der Hintergrund: Im Zuge der Arbeiten am Hauptsammler 2018 wurden Kamera-Befahrungen der Stichleitungen durchgeführt. Sollte es nach der Betonierung der Plattformen zu Schäden kommen, wäre eine Reparatur eine schwierige Angelegenheit. „Darum streben wir hier eine langfristige Lösung an“, so Rüf. Mit Anfang April startet die Kelag mit dem Lückenschluss der Leitungen von der Schlossergasse bis zu Uhren Roth, was in einem Zeitraum von fünf Wochen erledigt sein sollte.

Großformatiges Pflaster
Nach Abschluss der Infrastrukturarbeiten wird mit der Betonierung der drei Betonplateaus rund um die Pestsäule begonnen. Dabei wird es sich um Betonplatten mit Terrazzo-Bodenbelag handeln. Bis zur Fertigstellung der Plateaus wird der Hohe Platz bis auf einzelne Tage befahrbar bleiben. Erst im Sommer kommt es wieder zu einer Totalsperre, wenn im Bereich der Fahrbahn gearbeitet wird: „Einerseits müssen Kelag und Stadtwerke die notwendigen Leitungen westseitig der Fahrbahn legen. Danach wird die Fahrbahn gepflastert“, erklärt Rüf. „Dafür verwenden wir Großformatplatten aus Beton mit einer veredelten Oberfläche in drei verschiedenen Farbtönen.“ Sind diese Arbeiten abgeschlossen, steht der Eröffnung nichts im Wege. „Idealerweise schaffen wird das noch vor Schulbeginn am 9. September“, zeigt sich Bgm. Schlagholz optimistisch.

Begegnungszone
Mit Fertigstellung der Umbauarbeiten tritt auch die Begegnungszone in Kraft, die sich durch eine 20 km/h-Beschränkung und der fehlenden Trennung zwischen Gehweg- und Fahrbahnflächen auszeichnet. Damit will man den Hohen Platz interessanter für Fußgänger, aber weniger attraktiv für Durchfahrer machen. Geändert wird auch die Parkraumbewirtschaftung: Auf den verbleibenden Parkplätzen kann man eine halbe Stunde gratis parken“, so Schlagholz.

Kanaldeckel mit Wappen
Die Wolfsberger Stadtwerke werden für Sanierungsbereichen der Altstadt Kanaldeckel mit dem Wolfsberger Wappen bereitstellen. „So etwas gibt es beispielsweise in unserer Partnerstadt Herzogenaurach“, erklärt Schlagholz. „Die Kanaldeckel mit Wappen kosten nur unwesentlich mehr als gewöhnliche Fertigungen.“

Wolfsbergs Bgm. Hans-Peter Schlagholz mit Bauamtsleiter Gernot Rüf (v. l.)

Bis zum Sommer ist nicht mit längerfristigen Verkehrssperren am Hohen Platz zu rechnen

Die Begegnungszone soll den Hohen Platz für den Durchzugsverkehr uninteressant und ihn stattdessen für die Bevölkerung attraktiver machen

© KRM (3), © balloon