Gipfel mit Streitparteien scheiterte. Anrainer klagt Marktgemeinde Finkenstein wegen neu errichteter Brücke. Diese entgegnet: „Alles rechtens.“

Rückblick: Der lange schwelende Streit zwischen Seeeigentümer und Gemeinde auf der einen Seite und Anrainern am Südostufer des Faaker Sees, erreichte im vergangenen Jahr den Höhepunkt. Bei Grundstücksbegehungen im besagten Strandbad gab es regelmäßig Einsprüche seitens der Anrainer. Trotz fehlender Betriebsanlagengenehmigung öffnete das Strandbad schließlich. Offiziell, inoffiziell. Ein vorliegender Schließungsbescheid wurde missachtet. Es folgten Zwangs- und Verwaltungsstrafen seitens der Behörde.

Gipfeltreffen
Per 21. April erging ein Schreiben an Anrainer Bruno F. mit der Bitte um ein Treffen im Finkensteiner Gemeindeamt in der Kalenderwoche 20. Bürgermeister Christian Poglitsch zum DRAUSTÄDTER: „Wir müssen endlich eine Lösung erzielen. So kann es nicht weitergehen.“ Das besagte Treffen fand am Nachmittag des 17. Mai statt. Lösung? Leider nein. Anrainer F. forderte dem Vernehmen nach einen unbefristeten Seezugang (dieser wurde ihm im Laufe der Rechtsstreitigkeiten entzogen, Anm.). Seitens des Seeeigentümers und der Gemeinde wurden eine Frist von kolportierten 15 Jahren angeboten. Nach nur einer halben Stunde soll das Treffen wieder zu Ende gewesen sein.

Neue Klagewelle
Was beim Treffen herausfordernd hinzukam: Anrainer F. brachte Anfang April eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ein. Darin wird gegen drei Gemeindebedienstete Anzeige wegen Amtsmissbrauch erhoben. Diese sind: Bürgermeister Poglitsch, der Finkensteiner Amtsleiter sowie der örtliche Bauamtsleiter. Auf Nachfrage des DRAUSTÄDTER, bestätigt Poglitsch die Anzeigen, nennt diese allerdings „haltlos“. Grund der neuen Anzeigenwelle: eine neu erbaute Brücke über den Woronitzerbach. Der Anrainer-Vorwurf lautet auf „konsensloser Bau“. Die Gemeinde erwidert: „Wasserrechtlich genehmigt.“ Anrainer F. gibt nicht klein bei und führt aus: „Über die Brücke fahren Autos. Eine Straße wurde auf dem betreffenden Grundstück nie genehmigt.“ Darauf die Gemeinde: „Es kann auch nur ein Fußgängerweg über die Brücke führen.“ Mittlerweile sollen seitens des Anrainers Beweisfotos von über die Brücke fahrenden Autos an die Behörde ergangen sein.

Neue Begehung
Am 22. Mai findet im besagten Strandbad eine neuerliche Begehung mit Behördenvertretern statt.

Fotocredits: ©KRM/KK

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Oben: Idyllisches Strandbad, aber noch ohne Betriebsanlagengenehmigung. Unten: Diese Brücke über den Woronitzerbach ist der neue Zankapfel