Der Rosegger Erich Ulbing ist seit Jahrzehnten großer Hundefan. Mit „Fenja“ und „Beethoven“ nimmt er erfolgreich am Fährtenhundesport teil – und fördert damit gleichzeitig die eigene Gesundheit.

Erich Ulbing aus Rosegg bekam seinen aktuellen Hund quasi auf Rezept. „Ein Hund kann der Gesundheit sehr helfen. Zu der Zeit hatte ich gerade keinen, mein Arzt empfahl mir einen Hund – damit ich wieder mehr Bewegung bekomme. Heute ist mein Hund mein Partner und Freund“, erzählt Ulbing. Durch die Hundeschule kam der Kärntner dann auf ein besonderes Hobby – den Hundesport. Ulbing: „Es geht dabei um Fährtenarbeit, der Hund muss etwas aufspüren.“ Die Schwierigkeitsgrade sind unterschiedlich. Mit der jüngeren Schäferhündin Fenja absolviert Ulbing die Prüfungsstufe 1. Dabei werden 600 Schritte gegangen, auf dieser Strecke muss der Hund dann nach einer gewissen Liegezeit drei Gegenstände aufsuchen. Das heißt: Der Hund verfolgt eine Fährte über einen Acker, eine Wiese oder ähnliches Gelände, die ein Fährtenleger eine halbe bis drei Stunden vorher (je nach Prüfungsstufe) gelegt hat. Unterwegs verliert der Fährtenleger einige Gegenstände, die der Hund seinem Hundeführer anzeigen muss. Diese Art der Ausbildung kommt den „hündischen“ Anlagen sehr entgegen. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, einem Hund zu vermitteln, dass er genau die gelegte Fährte suchen soll, und sich nicht durch Fremdfährten (menschliche oder tierische) ablenken lassen soll.

Erfolgreich. Ulbings Berner Sennenhund Beethoven ist bereits erfahrener. Mit ihm absolviert er Prüfungsstufe 2, dabei werden 1200 Schritte gegangen, vier Gegenstände verloren, auch die Wartedauer des Hundes ist länger. Bei Wettbewerben war Ulbing mit seinen Hunden bereits äußerst erfolgreich – ein erster Platz mit Fenja sowie ein dritter Platz mit Beethoven bei den Kärntner Landesmeisterschaften 2017.

Hundeleben. Hunde hatten in Ulbings Leben schon immer einen hohen Stellenwert. „Seit 30 Jahren habe ich, mit Pausen, diese Tiere. Wenn man einen Hund hat, muss man den beschäftigen und behirnen, da ist der Hundesport ideal. Wir trainieren außerdem unter Ablenkung.“ Schon lange ist der Rosegger Mitglied beim ÖRV (Österreichische Rassehunde Verein Villach Süd), seine Frau Helga teilt die Liebe zu den Hunden. „Durch den Verein und den Sport trifft man auf andere Hundesport-Begeisterte, das ist wie eine Familie“, so Ulbing.

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