Wenn’s im Rücken zwickt und die Schulterblätter schmerzen, dann sind top ausgebildete Masseure bares Gold wert.

Mit gezielten Handgriffen lösen sie Verspannungen und sind somit die Helden für Rückenschmerzgeplagte. Armin Jelinek, Inhaber von der Massage-Praxis Feelgood erklärt gemeinsam mit Stefanie Tiller, worauf es bei dem Lehrberuf ankommt und Lehrling Lisetta Egger verrät warum sie sich für diese Ausbildung entschieden hat.

Voraussetzung
Wer die Lehrausbildung zum Gewerblichen Masseur starten möchte, muss mindestens 17 Jahre alt sein. Die zweijährige Ausbildung ist dual aufgebaut. „Die Berufsschule findet einmal wöchentlich in Klagenfurt statt. Dort wird das nötige theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Im Betrieb wird die praktische Seite erlernt und der Lehrling übernimmt bereits erste Aufgaben. Wir beziehen unsere Lehrlinge von Anfang an bei den Massagen der Kunden mit ein. Nur so finden sie schnell in die Praxis“, erklärt Lehrlingsbeauftragter Armin Jelinek.

Anforderungen
„Angehende Masseur-Lehrlinge sollten keine Berührungsängste oder Hemmungen haben. Einfühlungsvermögen ist ebenso wichtig, denn jeder Kunde ist anders. Man muss einfach gerne mit und am Menschen arbeiten wollen“, erklärt Stefanie Tiller, die sich auch für die Ausbildung der Lehrlinge verantwortlich zeigt. Natürlich sollten die Anwärter auch computeraffin sein und ein gepflegtes Erscheinungsbild haben. Ein gewisses Maß an Sportlichkeit ist ebenso hilfreich. „Die wichtigste Voraussetzung für die Masseur-Ausbildung ist allerdings die Begeisterung an der Arbeit“, ergänzt Armin Jelinek.

Ausbildung
„Während der Ausbildung lernt man den Aufbau des menschlichen Körpers, unterschiedliche Körperfunktionen, verschiedene Massagegrifftechniken sowie die richtige Lagerung der Kunden“, erklärt Stefanie Tiller. Lisetta Egger aus Möllbrücke befindet sich aktuell im ersten Lehrjahr. Für die sie ist es bereist ihre zweite Ausbildung. „Ich wollte immer schon etwas im Gesundheitsbereich machen. Das Faszinierende am Masseur-Beruf ist für mich, Menschen täglich dabei zu helfen, sich einfach besser zu fühlen“, so die Motive von Lisetta Egger.

Aufgaben
Zum täglichen Ablauf gehören neben administrativen Aufgaben die Vorbereitung, das Erfragen von Wünschen der Kunden, das Helfen beim Auskleiden und Hinlegen bei älteren oder gebrechlichen Personen sowie das anschließende Erstellen eines Tast- und Sichtbefunds. Durch Tasten stellen Masseure den Spannungszustand der Muskeln, Verhärtungen und die Dehnbarkeit des Gewebes fest, um die Art der einzelnen Handgriffe festzulegen bevor mit der Massage begonnen wird.

Weiterbildung und Berufschancen
Ein Gewerblicher Masseur darf nur an „gesunden“ Menschen arbeiten. Nach dem Lehrabschluss kann die Befähigungsprüfung, welche dem Meisterbrief gleichzusetzen ist, absolviert werden und eine verkürzte Ausbildung zum Medizinischen Masseur angestrebt werden. Der Beruf bietet zahlreichen Karrierechancen. „Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass ich nach meiner Ausbildung in Richtung Sport und Bewegung gehe“, erklärt die Auszubildende.

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at
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