Das Tasteninstrument wird gerne mit Kirchtag und Co in Verbindung gebracht – kann aber mehr. Das zeigt die Künstlerin Alicia Edelweiss am 4. Mai im Villacher Kulturhofkeller.

Mit österreichischer Volksmusik ist die Wienerin mit walisischen Wurzeln nie wirklich in Kontakt gekommen. „Ich bin eher durch Balkan-Musik oder französische Chansons zur Harmonika gekommen. Aber da ich mir das Spielen selbst beigebracht habe, habe ich im Prozess eine Art eigenen Stil für meine Kompositionen entwickelt, der sich nicht wirklich an irgendein Genre anlehnt, sondern eher minimalistisch, intuitiv und punkig angehaucht ist. Mario Baktovic, mein Lieblingsakkordeonist, zeigt zum Beispiel sehr gut, was mit Akkordeons alles an Innovation möglich ist“, erzählt Alicia im Gespräch mit dem DRAUSTÄDTER.

Freiheit. Das Akkordeon bedeutet für die Musikerin viel: „Ich würde sagen, es verkörpert auch Freiheit für mich. Für meine Vagabundenseele das perfekte Instrument, das mir die Freiheit gibt, damit zu reisen, nicht alleine singen zu müssen, zu tanzen, Menschen anzulocken! Und wenn ich traurig bin, macht es mich – nicht immer, aber oft – glücklich oder weniger traurig.“ Wie vielseitig ist das Instrument? „Sehr! Manche behaupten ja, dass es wie ein Orchester klingen kann. Was ich unter anderem liebe, ist die Möglichkeit, mit nur einer Hand spielen zu können und einen Arm und eine Hand für Gestikulation und andere diverse performative Tätigkeiten freizuhaben.“

In Villach. Live erleben kann man Alicia Edelweiss am 4. Mai im Kulturhofkeller. Ab 20 Uhr gemeinsam mit „Sweet Sweet Moon“ – auf dem Programm stehen „Freak Folk“ und „Blues“.

 

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