Gemeinde für Gemeinde: Wir haben recherchiert, wer Praktikanten in welchen Bereichen einsetzt, wie sie ausgewählt werden, wie viele sich beworben haben und wieviel sie verdienen.

Das Ferialpraktikum ist für Schüler meist ein erstes Hineinschnuppern in die Arbeitswelt. Vor allem die Gemeinden spielen dabei eine wichtige Rolle. 40 der 96 Ferialpraktikanten des Tales werden in der Bezirkshauptstadt Wolfsberg eingesetzt, und zwar in den Bereichen Verwaltung, Kindergarten, Bauhhof, Recyclinghof, Friedhofsverwaltung, Jugendzentrum und Feuerwehr. „Es sind 127 Bewerbungen eingegangen“, sagt Werner Rink, Chef der Personalabteilung der Stadtgemeinde. „Bei uns hat sich das Auswahlverfahren per Verlosung bewährt – Stichwort FAIRialpraxis.“ 650 Euro brutto verdient ein Ferialpraktikant in Wolfsberg für vier Wochen.

St. Andrä
Die Gemeinde mit der zweithöchsten Anzahl an Praktikanten ist St. Andrä. „Bei uns werden 30 Jugendliche im Wirtschaftshof, im Reinigungsdienst in den Volksschulen und Kindergärten sowie in der Sommerbetreuung der Bücherei arbeiten“, sagt Amtsleiter-Stv. Werner Ceplak. „Es gingen etwa 40 Bewerbungen ein, wobei wir allen Kandidaten aus dem eigenen Gemeindegebiet aufnehmen konnten.“ Der Verdienst beträgt 400 Euro netto für drei Wochen.

Bad St. Leonhard/St. Georgen
Neun Ferialpraktikanten werden in Bad St. Leonhard in den Bereichen Verwaltung und Kommunaler Wirtschaftshof beschäftigt sein. Es gingen insgesamt 17 Bewerbungen ein, wobei die Auswahl der Bürgermeister vornahm. In Bad St. Leonhard verdienen Ferialpraktikanten 830 Euro brutto für vier Wochen. In St. Georgen werden in diesem Sommer acht Praktikantenstellen besetzt, und zwar in der Kindersommerbetreuung und im Wirtschaftshof. Es gingen im Vorfeld zehn Bewerbungen ein. „Wir bevorzugen Bewerber aus der eigenen Gemeinde“, sagt Sekretärin Gerlinde Pucher. Der Verdienst beträgt 760 Euro brutto.

St. Paul und Lavamünd
Fünf Ferialjobs bietet die Gemeinde St. Paul im Amtshaus, in der Ferienbetreuung, im Schwimmbad und im Bauhof an. Amtsleiterin Alexandra Lipovsek sagt: „Wir haben zwölf Bewerbungen erhalten. Bei der Auswahl nehmen wir Bedacht auf schulische Zwecke sowie auf Spezialqualifikationen, zum Beispiel Rettungsschwimmer.“ Bezahlt wird nach dem Kärntner Gemeindedemitarbeiterinnengesetz, also monatlich mindestens 528,82 Euro brutto. In Lavamünd werden vier Praktikanten im Gemeindeamt und in der Sommerbetreuung für Kinder eingesetzt. Sieben Bewerber stellten sich dem Auswahlverfahren: „Es werden je nach Einsatzbereich die Schulform und die Bewerbungsunterlagen berücksichtigt“, erklärt Amtsleiter Martin Laber. Die Entlohnung beträgt derzeit 552,69 Euro brutto monatlich.

Saisonarbeiter
In Reichenfels beschäftigt man in diesem Jahr Saisonarbeiter, die durch das AMS Wolfsberg vermittelt wurden. „Generell ist die Nachfrage nach Ferialjobs sehr gering“, gibt Amtsleiter Günter Augusta zu Protokoll. Auch in Frantschach-St. Gertraud werden keine Praktikanten angestellt: „Von Ferialpraktikanten üblicherweise erwartbare Hilfstätigkeiten fallen bei uns kaum an“, sagt Amtsleiter Martin Jegart. Ebenfalls auf Praktikanten verzichtet wird in Preitenegg.

Stefan Sterner (links) wird im August das EDV-Team im Wolfsberger Rathaus unter der Leitung von Hans-Peter Auernig tatkräftig unterstützen

Werner Rink, Leiter der Personalabteilung der Stadtgemeinde Wolfsberg

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