Die Weitensfelder konnten mit ihrem alten Brauchtum – dem Kranzlreiten – Unglaubliches schaffen: Das Kranzlreiten ist offiziell UNESO-Weltkulturerbe. Heuer findet die bereits 450 Jahre alte Tradition vom 3. bis 5. Juni statt.

Bräuche, Handwerkskunst und Kulinarik – diese Besonderheiten werden von der UNESCO im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgelistet. Der Argentinische Tango oder die Peking Oper sind hier verankert. Seit kurzem auch das Kranzlreiten in Weitensfeld, das traditionell am Pfingstmontag stattfindet.

Kranzlreiten im Fokus
Es ist eines der ältesten Brauchtumsfeste in Kärnten. Nach einer Sage sollen in den Pest-Jahren nur drei Bürgersöhne und ein Edelfräulein die Seuche überlebt haben. Der Gewinner des Wettlaufes durfte um die Hand des Edelfräuleins anhalten. So ist das Kranzlreiten entstanden. Es muss jährlich abgehalten werden, denn würde es einmal ausbleiben, so kommt der Sage nach Unheil über das Dorf. Schon am Pfingstsonntag beginnt das Volksfest, die Reiter ziehen in die benachbarten Dörfer und laden Gäste ein. In Weitensfeld selbst ziehen sie von Haus zu Haus und lassen in „Gstanzln“ die Ereignisse des letzten Jahres humorvoll passieren. Das Wettlaufen um die Braut findet am Pfingstmontag statt. Die Braut ist eine Steinstatue – die der steinernen Jungfrau. Die Ehre, die steinerne Jungfrau zu küssen, gebührt nur dem schnellsten Läufer. Beim Kranzlreiten in seiner heutigen Gestalt handelt es sich um eine kulturelle Veranstaltung, die eingebettet in ausgelassener Festtagsstimmung abgehalten wird. Neben den Reitern und Läufern sowie deren auserwählten Frauen sind auch Trachtenvereine, Kapellen, die Landjugend und freiwillige Feuerwehren in die Organisation und Durchführung involviert.

Schon gewusst?
Für das Kranzlreiten wurde sogar eigens ein Walzer komponiert! Die Läufer tanzen vor dem Jungfrauenbrunnen zum Schluss den Walzer „Jungfrauenkuss“ (Gurktaler Walzer).

Gekämpft wird um die steinerne Jungfrau auf dem Weitensfelder Hauptplatz

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