Künstler Hans-Peter Profunser aus Berg im Drautal protestiert mit einer Skulptur zum zweiten Mal in Folge im Rahmen des Gedenktreffens am Loibacher Feld.

Viel ist nicht los, bei der anberaumten Demonstration gegen die Gedenkveranstaltung am Loibacher Feld. „Vielleicht liegt es am Wetter“, sinniert der Spittaler Bildhauer Hans-Peter Profunser. Der streitbare Künstler weiter: „Heuer ist alles angemeldet. In 15 Minuten war die Skulptur aufgestellt.“ Die von ihm angesprochene Skulptur nennt sich „a Mordshetz“ und erstreckt sich quer über den Bründlweg im Ortszentrum von Bleiburg. „Man kann Feuer nicht mit Feuer bekämpfen“, kritisiert Profunser. „Wichtig wäre eine inhaltliche Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse.“

Schon im Vorjahr
Bereits im Vorjahr war Profunser in Bleiburg mit einer Installation direkt beim Loibacher Feld aktiv. „Das hat aber nur zehn Minuten gedauert“, stellt er – etwas verschmitzt – fest. Damals stellte der 62-jährige eine Installation, die er als „Faschistenkreuz“ bezeichnete, gegenüber dem Loibacher Feld auf, um auf die Unterstützung der Kirche für das Kroaten-Treffen in Bleiburg hinzuweisen. Die Genehmigung fehlte. Die Skulptur wurde beschlagnahmt.

Über die Gedenkveranstaltung
Am heutigen Samstag findet wieder die Gedenkveranstaltung für kroatische Kriegsopfer am Loibacher Feld bei Bleiburg statt. Ausgangspunkt ist die Ermordung Tausender Angehöriger der Ustascha-Miliz nach der Kapitulation des NS-Regimes im Jahr 1945. Die Angehörigen wurden von den Briten an Tito-Einheiten ausgeliefert und ermordet. Jahr für Jahr werden bei dieser Veranstaltung, die vom Verein „Bleiburger Ehrenzug“ organisiert wird, Übertretungen im Sinne des Verbotsgesetzes geahndet. Im Vorjahr gab es sieben Festnahmen. Im Vorfeld der heurigen Gedenkveranstaltung stellte sich die Katholische Kirche Kärnten erstmals gegen das Treffen und erteilte den Veranstaltern keine Erlaubnis zur Feier einer Heiligen Messe.

Foto: KRM

Die Skulptur wurde heute aufgestellt