Stadtgemeinde Wolfsberg stellt ideenreichen Unternehmern Geschäftslokale zur Verfügung. Der KWF fördert die besten Konzepte mit je 3.000 Euro. Bewerbungen ab 16. Mai möglich.

Jetzt ist es fix: Das Projekt Pop-Up-Stores der Stadtgemeinde Wolfsberg und des Kärntner Wirtschaftsfonds geht in die zweite Runde! Von 16. Mai bis 31. Juli läuft die Frist, in der zukünftige und auch bereits aktive Unternehmer Konzepte für ihren Geschäftsbetrieb in der Innenstadt einreichen können. Unterstützung bei der Antragstellung erhalten Sie von der Regionalverantwortlichen Patricia Radl-Rebernig: „Alles ist möglich, von Dienstleistungen über Handwerk bis hin zum klassischen Verkauf. Es ist auch nicht nötig, dass der Bewerber bereits ein Gewerbe angemeldet hat. Wir begleiten ihn beim Gründungsprozess.“

Mietfrei
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wählt eine Jury des KWF die besten Geschäftsideen aus. Die Ideengeber erhalten von der Stadtgemeinde Wolfsberg die Möglichkeit, ihr Konzept relativ risikolos zu testen. „Wenn die Sieger feststehen, suchen wir mit ihnen gemeinsam geeignete leerstehenden Geschäfte in der Innenstadt“, erklärt der zuständige STR Christian Stückler. „Die Gemeinde übernimmt die Mietkosten für eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten. Nur Betriebskosten und Strom muss der Unternehmer selbst bezahlen.“

3.000 Euro Förderung
Zudem winken für die besten Projekte je 3.000 Euro nicht zweckgebundene Förderung von Seiten des KWF, die der Firmeninhaber etwa für Geschäftseinrichtung oder Betriebskosten verwenden kann. Im Rahmen einer Kooperation mit den Übungsfirmen der HAK Wolfsberg erhält der Unternehmer Unterstützung bei der Organisation der Eröffnungsfeier, beim Gestalten von Logos, Flyern und Plakaten sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Mietkostenzuschuss
Im Idealfall geht das Vorhaben auf und der Firmeninhaber nutzt die Geschäftsräumlichkeiten nach Ablauf der Projektdauer als „regulärer“ Unternehmer weiter. Auch in diesem Fall gibt es in Form des Mietkostenzuschusses der Stadtgemeinde finanzielle Erleichterungen. Bei ortsüblicher Miete und Standort in der Innenstadt übernimmt die Gemeinde im ersten Jahr 30 % der Mietkosten, im zweiten Jahr 20 %, im dritten Jahr 10 %.

Gläsernes Handwerk
Für die Interessenten im laufenden Call wird Ende Juni/Anfang Juli eine eigene Infoveranstaltung organisiert. Eine von ihnen ist die Wolfsbergerin Eva Brunner, die bereits seit drei Jahren Deko-Kunstwerke aus Glasmosaik unter die Leute bringt – bisher allerdings hauptsächlich auf Märkten. „Weil ich mein Leistungsspektrum nun auch mit einer Werbeagentur für kleine Unternehmen erweitere, wünsche ich mir einen fixen Standort, an dem ich auch Kunden empfangen kann“, sagt die 26-Jährige. Das Büro will sie mit einer Schauwerkstatt und einem Verkaufsbereich kombinieren und dafür eventuell auch andere Kreativlinge ins Boot holen.

Positives Fazit
Noch bis Ende September betreibt die Yogalehrerin Angelika Karrer, Siegerin vom Vorjahr, ihren Pop-Up-Store am Hohen Platz. Ihr Fazit: „Der Store war eine gute Stütze für den Start. Durch das Projekt kann man massiv Kosten sparen und sein Unternehmen bekannter machen.“ Übrigens: Nicht nur Start-Ups können sich für das laufende Projekt bewerben, auch Unternehmer, die bereits einen Standort betreiben und ihr Business in der Innenstadt testen wollen, sind eingeladen. Alle Infos gibt‘s bei Radl-Rebernig unter 0650/7777324.

Die Wolfsbergerin Eva Brunner mit ihrem Kunsthandwerk ist fixe Bewerberin für den laufenden Call

Angelika Karrer, die Siegerin vom Vorjahr, bei der Eröffnung ihres Pop-Up-Stores mit Patricia Radl-Rebernig, Bgm. Hans-Peter Schlagholz und Vzbgm. Ewald Mauritsch (v. l.)

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