Land Kärnten, Landwirtschaftskammer, Almwirtschaftsverein und Kärnten Werbung präsentieren neue Versicherung für Almwirte und neue Image-Kampagne, um Kuh-Attacken sowie Ende der Almwirtschaft zu verhindern.

In einem neuen Image-Video sind Franz Klammer mit einem Golden Retriever und Fahrrad-Beauftragter Paco Wrolich auf einer Alm zu sehen. Klammer erklärt in dem Video, wie sich jeder auf einer Alm zu verhalten hat, damit man nicht von einer der 64.700 Mutter-Kühe, die sich auf 1.769 Almen befinden, attackiert wird. Nach dem Tiroler Kuh-Urteil haben sich die Landwirtschaftkammer Kärnten, Kärnten Tourismus, der Almwirtschaftsverein nämlich zusammengesetzt, um mehrere Maßnahmen zu beschließen, dass ein Fall wie in Tirol, sich nicht auch in Kärnten ereignet. Die Folgen für die Besitzer der Almen und deren Gäste – hunderttausende Touristen und wären dramatisch.

Neue Versicherung für Ernstfall
„Mutterkühe haben einen außergewöhnlichen Instinkt ihre Kälber zu schützen, treffen sie auf Wanderer – vielleicht sogar noch mit einem Hund – kann es zu Ausnahmefällen kommen. Wir sind sehr froh, dass  ein neue gesetzliches Regelwerk, von Seiten des Bundes außergewöhnlich schnell getroffen wurde“, sagt LK-Präsident Johann Mößler bei der einer Pressekonferenz vor Beginn der Almsaison. Das Thema Eigenverantwortung bildet in Zukunft eine neue Gesetzesbasis. Zudem wird es in Zukunft eine Versicherungslösung geben, die im Falle eines Zwischenfalls, existenzbedrohenden Situationen für Almwirte verhindern  soll. Die Kosten für die Versicherungsprämie übernimmt das Land Kärnten. Nichtsdestotrotz wurde eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Auf www.sichere-almen.at finden sich alle wichtigen Verhaltensregeln.

Am Foto oben: Josef Obweger (Verein Almwirtschaft), LK-Präsident Johann Mößler, LR Martin Gruber und Christian Kresse mit den neuen Schildern


Video: © Kärnten Werbung

Dank der Versicherung ist es wahrscheinlich, dass die Almwirte Franz Andrejcic sen. und Franz Andrejcic aus dem Rosental ihr Kühe in zwei Wochen auf die Alm treiben werden, wo sich die Klagenfurter Hütte befindet

© KRM (alle)

Zehn Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh

1. Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
2. Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!
3. Mutterkühe beschützen ihre Kälber, Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
4. Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!
5. Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen! 6. Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
9. Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
10. Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!