Der „Verein der Freunde des Greisslermuseums“ kümmert sich um Traditionen. Die Frau dahinter ist Diana Erat, ab 25. Mai gibt es eine ganz besondere Ausstellung.

Im vergangenen Jahr wurde die Untergailtaler Tracht von der UNESCO zum Kulturerbe ausgezeichnet. Aufgrund dessen wird ab 25. Mai ein ganzer Raum des Greisslermuseums diesem besonderen Kleidungsstück gewidmet. Dass es diese Ausstellungsfläche gibt ist dem „Verein der Freunde des Greisslermuseums“ zu verdanken, allen voran Diana Erat. Die „Greisslerei“ war einst das Geschäft ihrer Tante, welches sie erbte. „Ich schaute mir das Geschäft an und wollte es gerne weiterhin nutzen. Dieses Lebenswerk auszuräumen und alles einfach wegzuwerfen, kam für mich nicht in Frage,“ sagt sie. Deshalb entschied sie sich, ein Museum aus dem alten Gebäude zu machen, welches sie vor rund 24 Jahren in Unterthörl eröffnete. „Der Name „Greisslermuseum“ setzte sich von alleine durch. Erat: „Bei uns hätte man zu den Räumlichkeiten einfach Geschäft gesagt, doch in Wien wurden solche Läden als „Greissler“ bezeichnet. Dieser Name hat einen Klang und bleibt im Ohr, sodass es dabei blieb.“

Wurzeln wahren. Irgendwann wurde der Aufwand zu groß, um das Museum alleine zu betreiben, deswegen wurde der Verein „Freunde des Greisslermuseums“ als private Kulturinitiative gegründet. Mit viel Mühe hat der Verein begonnen, das alte Geschäft zu revitalisieren und als Museum der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Im Greisslermuseum werden jedes Jahr Führungen zum Thema „Die saubere Gailtalerin“ angeboten, der Schwerpunkt wechselt jährlich. Heuer steht der „Hochzeitsbrauch im Wandel“ im Fokus. Weil die „Untergailtaler Tracht“ in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, wächst das Museum. „Um unserem Kulturerbe einen würdigen Platz zu bieten, erweitern wir um einen Raum, dieser wird ganz im Zeichen der Untergailtaler Tracht stehen.“ Die Haltung und das passende Benehmen beim Tragen dieser sei übrigens sehr wichtig. Für überschwängliche Partys mit viel Alkohol daher ungeeignet, dafür sei die wertvolle Tracht laut Erat zu schade.

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