Bereits als Teenager war Dominik Schuller aus Villach Fan des legendären VW Bulli. Als Erwachsener ist er stolzer Besitzer eines T1 aus dem Jahr 1966 den er eigenhändig restauriert hat.

„Die Geschichte und die damit verbundene Freiheit zeichnen den Bulli für mich aus. Die Suche nach einem geeigneten Bus führte mich sogar bis nach Ungarn“, erzählt Schuller. Sein Bulli, ein VW Type 22, wurde 1966 an einen Grazer Dachdeckermeister als Firmenfahrzeug geliefert. Schuller: „Der Bus wechselte fünfmal den Besitzer, bis er über Wien den Weg nach Kärnten fand. Ich selbst habe den Bus 2013 in Klagenfurt gekauft.“ Nach dem Kauf zerlegte Schuller gemeinsam mit Helfern die komplette Karosserie des Bullis. Diese Arbeiten dauerten zwei Jahre, dann konnte der T1 wieder auf die Straße. Schuller: „Der Bus ist original ein 9-Sitzer mit umklappbarer Rückbank. Der eingebaute Tisch wird eingeklappt, die Rückbank nach vorne gezogen und so zum Bett umfunktioniert, dadurch kann man ihn auch als Campingfahrzeug nutzen.“

Unterwegs. Gemeinsam mit Freundin Anna-Lena fährt Schuller gerne zu den Kärntner Seen oder zu VW Bulli-Treffen. Die bisher größte Reise mit dem T1 führte das Paar von Villach über Osttirol nach Südtirol, über Verona nach Caorle und zurück nach Villach. Schuller: „Ende Mai fahren wir nach Rovinj zum dortigen VW-Treffen.“ Das Fahrgefühl mit dem Bulli sei ein anderes. „Das Fahren in so einem alten Auto entschleunigt total, man kommt nie zu spät, da keine Uhr im Auto verbaut ist“, so Schuller. Mit dem Komfort der heutigen Autos dürfe man den Bulli natürlich nicht vergleichen. Schuller: „Es macht einfach Spaß, mit dem Auto zu fahren, da nur das Nötigste verbaut ist und man sieht, wie einfach das Leben früher war.“

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