Franziska Zippusch aus St. Andrä verbindet als Floristik-Lehrling bei Blumen Schnuppe in St. Paul die Liebe zur Natur mit ihrer kreativen Ader.

Aufgewachsen auf einer Landwirtschaft in St. Andrä hat Franziska schon früh ihren starken Bezug zur Natur entdeckt. An der LFS Goldbrunnhof lernte sie im Zwei „kreatives Gestalten“, wie man Blumen, Zweige und andere Naturmaterialien zu Gesamtkunstwerken arrangiert. Nachdem sie die Schule als landwirtschaftliche Facharbeiterin abschloss, war der Schritt zur Floristin nur noch ein kleiner: „Ich erhielt die Möglichkeit, bei Blumen Schnuppe ein Praktikum zu machen“, erinnert sich die Auszubildende im dritten Lehrjahr. Dieses verlief derart positiv, dass Franziska gleich darauf ihre Lehre starten und zum insgesamt vierköpfigen Team des Traditionsbetriebs stoßen konnte.

Harte Arbeit
Blumen sind als Geschenke und Dekorationen beliebt wie eh und je. Besonders groß ist die Nachfrage zu Anlässen wie Ostern, Valentinstag, Muttertag, Allerheiligen und Weihnachten. Hinzu kommen spezielle Kundenwünsche, etwa für Hochzeiten, Geburtstage und Beerdigungen. Doch hinter jedem liebevoll zusammengestellten Strauß und jedem floralen Geschenkkorb steckt eine Menge Arbeit, die sich nicht nur auf das Arrangieren beschränkt. Als Floristin muss man auch anpacken können, zum Beispiel, wenn es darum geht, Säcke mit Erde zu schleppen. Für Zartbesaitete ist der Beruf nichts, denn die Arbeit in einer feuchten Umgebung bei Kälte im Winter und Hitze im Sommer verlangt den Floristen einiges ab. „Am Ende überwiegt aber jedes Mal die Freude, wenn ein Arrangenement fertig ist und dem Kunde ein Lächeln aufs Gesicht zaubert“, sagt die 20-jährige Franziska.

Modeberuf
Anders als in anderen Branchen gibt es in der Floristik keinen Lehrlingsmangel. „Das ist ein absoluter Modeberuf“, weiß Chef Horst Schnuppe, der das Unternehmen vor 27 Jahren gegründet hat. Noch länger, nämlich 53 Jahre, gibt es die Gärtnerei Schnuppe in Wolfsberg. Für Franziska ist das ein Vorteil, der es ihr erlaubt, neben der Floristik auch den Beruf des Gärntners kennenzulernen. Ob sie nach der Lehrabschlussprüfung im Herbst dieses Jahres im Unternehmen bleibt, weiß sie zwar noch nicht, Chef Horst Schnuppe hätte aber keine Einwände: „Ich würde Franziska gerne als voll ausgebildete Floristin behalten.“

Als Floristin ist selbst der Arbeitsalltag bunt

© KRM (2)