Seit 1996 gibt es den Österreichischen Islandpferdezuchtverband (ÖIZV). Mit Obfrau Ulrike Themessl befindet sich das Zentrum des knapp 300 Mitglieder starken Vereins in Wernberg.

Das Islandpferd hat bei uns viele Fans – vom Kind bis zum Wanderreiter. Immerhin bietet dieses Pferd mit Tölt und Rennpass zwei zusätzliche Gänge. „Die meisten Zuchtbetriebe sind relativ klein, aber allein in Kärnten haben wir mindestens drei Betriebe mit über 50 Pferden“, betont Themessl. Gegründet wurde der ÖIZV von Norbert Schröder, der die Islandpferdezüchter im Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Österreichs betreute. Die Sektion der Islandpferde war damals die stärkste und so war die Idee, einen eigenen österreichweit agierenden Verband zu gründen, naheliegend. Themessl: „Tierzucht ist Bundesländersache, man brauchte einen „eigenen Landesverein“. Da ich 1991 bereits ein Fohlen aus meiner Stute gezüchtet hatte, wurde ich gleich „einverleibt“. Ich mache nicht gerne halbe Sachen und engagierte mich als Obfrau, um die Jahrtausendwende folgte meine Wahl zur Präsidentin. 2002 wurde die Geschäftsstelle nach Wernberg verlegt. Inzwischen ist der ÖIZV österreichweit vertreten, Landessektionsvereine braucht man nicht mehr.“

Aufgaben. Die Aufgaben des ÖIZV sind die Registrierung der reinrassigen Islandpferde, Ausstellung von Pferdepässen, Abstammungsbescheinigungen und Urkunden, dazu kommen Zuchtbuchaufnahmen von Stuten und Zuchthengsten, Tätigkeitsberichte und mehr. Themessl selbst besitzt seit 1983 eine Islandpferdestute. „Heuer im Mai wird Fina 37 Jahre alt. Es gibt nur wenige, die so alt werden wie sie. Sie hat insgesamt drei Fohlen geboren, zwei davon leben bei mir am Hof.“ Aktuell besitzt die Wernbergerin vier Islandpferde. „Natürlich war ich auch mehrmals in Island. Dort habe ich mit meinen Kindern und 1999 auch mit meinem Mann wunderschöne lange Wanderritte gemacht – übrigens so gut wie nie im Schritt! Wir hatten entweder Handpferde oder eine Herde mit und konnten so die Pferde immer wieder wechseln. Die Wanderritte gingen jeweils über fast 200 km und dauerten rund eine Woche. Jetzt bleibe ich lieber in Österreich und mache das mit meinen eigenen Pferden, leider gehen sich da meist nur Tagesritte aus. Und ein bisschen gemütlicher ist es auch.“

Fotos: © KK