In der Gemeinde Feldkirchen wird ein Katastrophenschutzlager errichtet, zu dem alle acht Gemeindewehren Zugriff haben werden. FF Feldkirchen-Kommandant Friedrich Nusser berichtet.

Das Genuatief, das Kärntens Einsatzkräfte kürzlich mit enormen Regenmengen in Atem hielt, hat gezeigt, wie wichtig die funktionierende Koordination und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sowie die schnelle Verfügbarkeit von Notfallmaterialien sind. Umso wichtiger und sinnvoller erscheint die ab März beginnende Errichtung eines eigenen KAT-Lagers in der Gemeinde Feldkirchen.

KAT-Lager notwendig
Dem Antrag an den Feldkirchner Stadtrat zur Errichtung eines Katastrophenschutzlagers durch die Stützpunktfeuerwehr Feldkirchen, im direkt an das Feuerwehrzentrum in der Bahnhofstraße 40 angrenzende Garagengebäude, dass sich im Besitz der Stadtgemeinde befindet, wurde im Herbst 2018 die Zustimmung erteilt. Das KAT-Lager soll allen Feldkirchner Feuerwehren zur Verfügung stehen, um im Falle von Großereignissen, wie größeren Unfällen oder z.B. Hochwasser gerüstet zu sein.

Umbau wird selbst erledigt
Die Stützpunktfeuerwehr Feldkirchen erklärte sich bereit, die Adaptierung auf eigene Kosten und mit eigener Arbeitsleistung durchzuführen. „Seitens der Stadtgemeinde erbaten wir uns die Unterstützung durch Bauhofleistungen, wie z.B. die Durchführung von Maurer- und Malerarbeiten“, berichtet FF Feldkirchen Kommandant Friedrich Nusser und erläutert, „im Endausbau soll die Lagerfläche des Gebäudes auf rund 300 Quadratmeter verdoppelt werden. Unter anderem wird ein Zubau errichtet, bzw. das bestehende Vordach ins Gebäude voll integriert. Ein Hochregal wird errichtet und neue Rolltore werden installiert usw. Der Baubeginn ist im März. Die Fertigstellung wird im Jahr 2020 sein“.

Notfallmaterialien
„Für den schnellen Zugriff durch die Feldkirchner Wehren gelagert werden im KAT-Lager unter anderem Sandsäcke, Ölbindemittel und Öltrenner, grundsätzlich alles was mit der Temperatur kein Problem hat, nachdem das Lager über keine ausreichende Isolierung bzw. Heizung verfügt. Auch Restlossauger, das Arbeitsboot sowie diverse weitere Materialien und Gerätschaften werden hier gelagert“, berichtet Kommandant Nusser und hängt an, „im Katastrophenfall könnte im KAT–Lager auch eine Stabsstelle für Einsatzkräfte errichtet werden“.

KAT-Lager in Kärnten
In Kärnten gibt es derzeit zwei zentrale KAT-Lager in Klagenfurt und Villach sowie vier dezentrale KAT-Lager in Kirchbach, Sachsenburg, Althofen und St. Andrä. In diesen KAT-Lagern sind Handwerkzeuge (z.B. Schaufeln und Rechen), Zelte, Abdeckplanen und Sandsäcke bis hin zu Großpumpen und Notstromaggregate gelagert. Darüber hinaus steht noch Spezialequipment zur Verfügung.

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