Im Sommer findet in der Villacher Innenstadt ein Erste Hilfe-Wettbewerb vom Roten Kreuz statt. 1.000 Jugendliche aus ganz Österreich kommen.

Alle zwei Jahre findet das Bundesjugendlager statt, Kärnten war zuletzt 2005 mit Spittal an der Reihe, heuer fiel die Wahl erstmals auf die Draustadt. „Wir erwarten rund 1000 Teilnehmer aus ganz Österreich. Untergebracht werden alle in der Fachberufsschule sowie im Gymnasium St. Martin, auch das Rahmenprogramm für die Teilnehmer wird sich in St. Martin abspielen“, erklärt Taylor Kwong vom Rot-Kreuz-Jugendservice. Zusätzlich findet im Rahmen des Bundesjugendlagers der Bundesbewerb in Erster Hilfe statt. Hier messen sich Jugendgruppenmitglieder des Roten Kreuzes im Alter zwischen 10 und 17 Jahren und können ihr Wissen unter Beweis stellen. Diese Bewerbe finden am 12. und 13. Juli ganztags in der Villacher Innenstadt statt – am Hauptplatz, Rathausplatz sowie am oberen Kirchenplatz. An den sechs bis sieben Stationen müssen die Teilnehmer in Teams bei gestellten Szenerien Erste Hilfe leisten – vom Herzinfarkt bis hin zum Unfall. Bei jeder Station bewerten erfahrene Sanitäter oder Lehrbeauftragte in Erster Hilfe anhand einer Checkliste die Kinder und Jugendlichen. Als Statisten fungieren teilweise Rot-Kreuz-Jugendgruppenmitglieder aber auch andere. „Wir versuchen immer, lokale Vereine oder Gruppen einzubinden, etwa die Feuerwehr oder Sportvereine. Die Stationen werden dann entsprechend dieser Vereine angepasst. So hatten wir etwa bereits einen Voltigierverein dabei und haben Reitunfälle nachgestellt“, sagt Kwong.

Reale Darstellung. Für den Bewerb ist es wichtig, dass die Situationen so echt wie möglich dargestellt werden. Dafür gibt es im Roten Kreuz eine eigene Abteilung – die realistische Unfall- und Notfalldarstellung. Die Statisten werden von diesen speziell ausgebildeten Mitarbeitern perfekt geschminkt, die teils spektakulär nachgemachten Verletzungen intensivieren den Trainingseffekt. Kwong: „Auch für die Bevölkerung ist es spannend zuzusehen, wie Erste Hilfe passiert. Mit diesem öffentlichen Bewerb wollen wir auch die Hemmschwelle nehmen und zeigen, was man alles tun kann. Es wird zudem einen eigenen Infostand zu dem Thema geben.“ Erstmalig wird heuer auch ein Alternativbewerb für die Betreuungspersonen ausgetragen, die näheren Infos dazu folgen erst. Kwong selbst ist für die Rote Kreuz Jugendgruppe in Villach zuständig, rund 30 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren sind aktuell dabei, Treffpunkt ist jeden ersten Samstag im Monat. Die Jugendlichen bekommen dabei u.a. medizinisches Wissen vermittelt, Schwerpunkt der Villacher Gruppe ist 2019 der menschliche Körper.

Großevent. Stolz darauf, dass das Bundesjugendlager 2019 in Villach stattfindet, ist auch Rot-Kreuz-Präsident Dr. Peter Ambrozy: „Für uns ist das auch eine große organisatorische und logistische Herausforderung. Wir haben uns bemüht, nicht nur eine perfekte Organisation aufzustellen, sondern auch den jungen Teilnehmern ein tolles Rahmenprogramm zu ermöglichen.“
Bürgermeister Günther Albel betont: „Villach hat sich in den vergangenen Jahren als Ort für große Veranstaltungen schon als idealer Standort erwiesen. Wir sind froh, dass wir seitens der Verantwortlichen des Roten Kreuzes ausgewählt wurden. Das Rote Kreuz ist als starker Partner für unsere Stadt sehr wichtig. Umso mehr schauen wir darauf, dass wir diese Veranstaltung unterstützen.“

Foto: © Österreichisches Rotes Kreuz