Sicherheit für unser Trinkwasser: Rund 1,7 Mio. Euro fließen in die Erneuerung des bestehenden Leitungsnetzes, 1,3 Millionen in den Ausbau der Qualitätssicherung und Verstärkung der Versorgungssicherheit.

Ohne Übertreibung: Wasser ist das flüssige Gold, das wichtigste Lebensmittel. „Mit dem Weltwassertag am 22. März wollen wir einmal mehr seine hohe Bedeutung in den Mittelpunkt stellen, das Bewusstsein schärfen, wie wichtig ein sensibler Umgang damit ist“, erläutert Wasserreferentin Stadträtin Katharina Spanring. „Die Experten unseres Wasserwerks und die verantwortungsvollen Teams in den Wassergenossenschaften sind rund um die Uhr um die Sicherheit und die Qualität unseres Wassers bemüht.“ Hygiene steht im Vordergrund. „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass hochwertigstes Trinkwasser aus der Leitung kommt, wenn sie den Hahn aufdrehen.“
Mit modernen und Kosten sparenden Grabungsmethoden versucht das Wasserwerk laufend jährlich zwischen 1 und 1,5 Prozent des Leitungsnetzes zu erneuern. „Heuer, aufgrund des extremen Winters, wird es vermehrt zu Rohrbrüchen auch im öffentlichen Netz kommen“, erklärt die Wasserreferentin. „Um die Kosten niedrig zu halten, werden möglichst viele Auswechslungen von Leitungen gleichzeitig mit Straßenbauprojekten oder Erneuerungen bei der Kanalisation durchgeführt.“ Auch ein spezielles EDV-Programm für ein effizienteres Wasserverlustmanagement setzt das Villacher Wasserwerk seit Jahren ein.

Topmoderner Hochbehälter Im Vorjahr errichtete Villach den kärntenweit modernsten Hochbehälter (Großvassach) in komplett neuartiger Bauweise. „Jetzt kommt dieses System zum zweiten Mal zum Einsatz, ebenfalls wieder bei uns in Villach, und zwar in Weinitzen“, schildert Spanring. „Das unterstreicht einmal mehr, dass unser Wasserwerk eines der führenden in ganz Österreich ist und visionär in die Zukunft denkt.“ Die Gebäudehülle für den Hochbehälter Weinitzen, auf einem Hügel in der Nähe von St. Martin beim Oetker Kreisverkehr, ist bereits fertiggestellt. Die zwei frei zugänglichen Edelstahlbehälter, die erst direkt vor Ort mit Hilfe von Hightech-Geräten zusammengeschweißt werden, sind gerade im Entstehen. Der bisherige Behälter, mittlerweile 90 Jahre alt, sanierungsbedürftig und nicht mehr ausreichend, besaß ein Fassungsvermögen von 90 Kubikmeter. Spanring: „Künftig haben wir hier ein Volumen von 1000 Kubikmetern und somit auch eine Notwasserversorgung für Ortsteile von Möltschach. Im heurigen Investitionsplan stehen außerdem Adaptierung und Erweiterung von Anlagenteilen bei Hochbehältern und Pumpwerken.

Kostengünstig Ein Liter Trinkwasser, auch in das oberste Stockwerk frei Haus geliefert, gekühlt und ohne Verpackungsmaterial, kostet in Villach 0,00141 Euro. Stadträtin Spanring: „Das sind 1,41 Euro, die wir für 1000 Liter bestes Trinkwasser in Villach bezahlen. Zum Vergleich bekommt man dafür nur zwei Liter Mineralwasser oder einen Liter Treibstoff.“ Mit 1000 Litern Wasser kann man übrigens 15 Mal duschen, 5000 Glas Wasser trinken, sich 400 Mal die Hände waschen oder 45.454 Eiswürfel produzieren.