Die Vorarbeiten für den Bau des Pflegekompetenzzentrums in Wernberg laufen bereits. Rund 7,2 Millionen Euro werden investiert.  Spatenstich am 18. September.

Bereits seit Mitte August herrscht reger Baubetrieb um das Seniorenheim in Wernberg. Kein Wunder, wird direkt nebenan mit dem Pflegekompetenzzentrum „ein bis dato einzigartiges Konzept“ realisiert, wie die Verantwortlichen frohlocken.

Geplant
Gesundheitsreferentin Beate Prettner: „Das Pflegezentrum Wernberg wird künftig vier sozialpolitische Vorzeigeprojekte unter einem Dach vereinen, davon zwei Premieren im Süden Österreichs. Das bestehende Pflegeheim wird um eine gemischte Einrichtung erweitert. Demnach wird am Areal die erste 24-Stunden-Betreung im Bereich Mutter-Kind-Wohnen Kärntens angeboten. Zudem soll der Neubau das erste Tagesstätten-Zentrum für Menschen mit Hirnschädigungen (z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen und -infarkten, Hirntumoren und postoperative Hirnschädigungen) im Süden Österreichs beherbergen.“ Ebenso geplant sei laut Prettner die Errichtung zweier Wohnverbünde für je acht Bewohner mit Beeinträchtigungen sowie fünf bis sieben Wohneinheiten im betreuten Wohnen.“ Zufrieden mit der Realisierung des Projektes zeigen sich Verbände wie der Kärntner Verein „Hirnverletzt“, der sich für Menschen mit Hirnschäden einsetzt. „Hirnverletzt“-Obfrau Riccarda Motschilnig: „Wir sind natürlich sehr glücklich über die konkrete Umsetzung. Wie es mit den Plätzen in der Realität aussehen wird, muss allerdings noch geschaut werden.“ Motschilnig spricht von acht Wohnplätzen und zwölf Plätzen in der Tagesstruktur für Gehirnpatienten. „Genaues wissen wir dann, wenn der Träger feststeht.“ Allein in Kärnten würde es laut Vereinsangaben rund 12.000 Menschen mit Hirnschäden geben.

Träger noch gesucht
Erbaut wird das Pflegekompetenzzentrum vom Sozialhilfeverband Villach-Land, um Geschäftsführer Bernd Riepan. Er sagt: „Wir bauen das Kompetenzzentrum, leiten wird es jedoch ein anderer Träger. Hierfür läuft gerade noch die Ausschreibung.“ Aus diesem Grund könne man auch noch nicht sagen, für wie viele Menschen vor Ort ein neuer Arbeitsplatz geschaffen wird. Konkret fixiert ist allerdings schon das Investitionsvolumen von genau 7.250.000 Euro (netto). Die Bauzeit soll rund eineinhalb Jahre dauern. Zu einem Spatenstich wird am 18. September geladen. Der eigentliche Baubeginn soll per 10. September starten. Die Gemeinde Wernberg freut sich ebenso über den Zuschlag für das Großprojekt. Bürgermeister Franz Zwölbar: „Wir haben den Grund für das nunmehrige Projekt bereits vor langer Zeit gekauft und uns eine Option offengelassen. Der Standort ist ideal, da er sich mitten im Gemeindegebiet befindet.“ Das Kompetenzzentrum wird westlich des Pflegeheimes realisiert.

Vorarbeiten
Bereits seit Mitte August leistet die Kärnten Netz GmbH vor Ort Vorarbeiten im Rahmen von Stromkabelverlegungen. So muss ein Teil der Stromleitung abgetragen und ins Erdreich verlegt werden, da die Hochspannungsleitung über den zu bebauenden Bereich führt.

Foto:©Architekten Falle & Omann