Manuel Blüml aus Vorderberg hat den Beruf der Installationstechnik erlernt und kann diesen auch nur weiterempfehlen. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die er aufmerksam machen möchte.

Manuel Blümel ist 29 Jahre alt und hat nach der Pflichtschule eine Ausbildung zum Installationstechniker gemacht. „Ich hatte eigene Wünsche und es war mir wichtig, mein eigenes Geld zu verdienen. Nach dem neunten Schuljahr habe ich mir eine Lehrstelle gesucht. Da mein Vater schon als Installateur gearbeitet hat, war für mich von Anfang an klar, welchen Beruf ich erlernen möchte“, erzählt Manuel. Die Schule, welche er damals besuchte, schrieb ein dreitägiges Praktikum zur Berufsorientierung vor. Dass ein Vereinskollege (vom MFG-Feistritz/Gail) eine eigene Installationsfirma hatte, bot sich zu diesem Zeitpunkt an. „Bei dieser Firma durfte ich ein Praktikum machen und den Beruf kennenlernen und danach habe ich sofort mit meiner Lehre begonnen“, erzählt er weiter.

Lehrzeit
„Meine Lehrzeit war aufregend, vom Abreisen von Badezimmern über Heizungsinstallationen haben wir alles gemacht. „Learning by doing“ war die Devise unserer Firma, ich durfte sehr viele Arbeiten übernehmen, lernen und wurde dabei immer unterstützt“, erzählt Manuel Blüml von seiner Zeit als Lehrling. Die erste Klasse der Berufsschule besuchte er noch in Villach, ab der zweiten Klasse wurden die Berufsschulklassen der Installationstechnik nach Spittal verlegt.

Aufgaben
„Am Berufsfeld der Installationstechnik gefallen mir besonders die umfangreichen Arbeiten. Oft kann aus einem kleinen Problem großes Chaos werden und umgekehrt können große Probleme manchmal mit einem Handgriff gelöst werden. Außerdem arbeitet man mit vielen verschiedenen Materialien wie Kunststoff, verzinkten Werkstoffen, Kupfer oder Edelstahl, jeder Werkstoff hat besondere Eigenschaften und erfordert andere Arbeitsschritte“, erklärt Manuel Blüml. Natürlich hat der Beruf auch seine Nachteile, die man wohl bei der ersten Kanalverstopfung wahrnimmt, doch Manuel erzählt lächelnd, dass ihn selbst diese Arbeiten nie wirklich gestört haben.

Installateur werden oder nicht?
Wenn es darum geht, ob jemand Installationstechnik erlernen sollte oder nicht, hat Manuel Blüml eine ganz klare Meinung dazu: „Es ist ein guter Beruf, er ist abwechslungsreich und man kann viel dabei lernen. Als Installateur ist man oft auf Baustellen und hat viel Menschenkontakt. Da kriegt man auch viel von anderen Berufen mit, denn selten ist man alleine auf einer Baustelle. Ich habe den Beruf schon öfter weiterempfohlen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man sich den Job vorher ansehen und eventuell ein Praktikum machen sollte, besonders dann, wenn man unentschlossen ist und nicht genau weiß, was man will.“

Handwerk schätzen
„Meiner Meinung nach sind handwerkliche Berufe Gold wert. Ohne Maurer baut keiner mehr Häuser, ohne Zimmerer gibt es keinen Dachstuhl. Die Fähigkeiten die man in einer Lehre erwirbt, kann einem keiner mehr nehmen. Wir alle sollten dafür Sorge tragen, dass diese Handwerks-Berufe niemals aussterben“, erklärt Manuel Blüml eindrucksvoll.

 

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