Heute sind Gabriele Brunner und ihr Bruder Gerhard Hassler zum zweiten Mal bei der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour gestartet. Die Maria Saalerin und Pischeldorfer gehen  sprichwörtlich an ihre Grenzen.

Bis zum Erschöpfungs-Exzess und wieder zurück! Eisige Kälte, sanfter, burgenländischer Jänner-Wind, Blasen an den Füßen, wunde Stellen am Körper – all das und viele weitere Qualen erwartet auf alle Teilnehmer der 24 Stunden Burgenland Extrem Tour, die heute stattfindet und mit etwa 2.800 Teilnehmern ausverkauft ist. Zwei Kärntner, Gabriele Brunner aus Karnburg und Bruder Gerhard Hassler aus Pischeldorf, waren 2017 dabei und haben damals etwa 90 Kilometer durchgehalten. Heuer wollen sie es schaffen. „Qualen? Was für Qualen? Grenzen gibt es nur im Kopf“, lacht Gabriele Brunner.

Berg-Fieber
Im beruflichen Leben geht das Geschwisterpaar gewöhnliche Pfade. Brunner arbeitet in einem Steuerberater-Büro und macht dort Buchhaltung sowie Lohnverrechnung. Hassler ist Elektrotechniker bei Kostwein. Doch in ihrer Freizeit bereiten sich die beiden seit Monaten auf die Extremtour vor. „Ich bin jedes Wochenende am Berg“, sagt die Maria Saalerin. Entweder geht’s zu einer Schitour auf den Berg oder sie macht Weit-Wanderungen. „Der Christof-Berg ist mein Hausberg. Dort war ich letztes Jahr sicher 80-Mal am Gipfel. Fragen Sie bitte nicht meine Frau, was sie von meinem Hobby hält“, schmunzelt Hassler.

„Idyllische“ Rundtour
Von Oggau nach Oggau im Burgenland – einmal rund um den Neusiedler geht die Extremtour. Die knapp 3.000 Teilnehmer sind entweder zu Fuß, laufend oder mit dem Fahrrad 120 Kilometer durch das Burgenland und Ungarn unterwegs. „Die Radfahrer müssen übrigens dreimal um den Neusiedler See. Sie haben um die Lenker Schaffelle gebunden, damit die Hände nicht abfrieren“, sagt Hassler. Die idyllische Natur können die Teilnehmer trotz des eisigen Windes wahrnehmen.

Wahre „Wohltat“
Letztes Jahr schafften die beiden 90 Kilometer nach dem Start um 4.30 Uhr bis nach Neusiedl, wo sie um ca. 20.30 Uhr ankamen. Dann war Schluss. Hassler „Ich bin in ein Feuerwehrauto gestiegen und habe gesagt: Ich gehe keinen Schritt weiter.“ Bei der Extremtour werden vier Schichten Multifunktionsunterwäsche, eine wind- und wasserabweisende Jacke, Gesichtshaube, Schal, Fleecekappe und teilweise sogar Schibrillen getragen. „Trotz der Strapazen habe ich die Landschaft genossen. Es ist eben einfach eine wohltuende Erschöpfung“, lacht Brunner. Heuer wollen Sie die extreme Runde schaffen. Eigentlich sind die Bedingen mit -1 Grad um die Mittagszeit richtig „kuschelig warm“.

 

Wahrhaft wahnsinniger Start um 4.30 Uhr in Oggau: 2.800 Sportler laufen, radeln oder gehen um den Neusiedler See. Mit dabei: Gabriele Brunner und ihr Bruder Gerhard Hassler  aus Kärnten

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