„Eigentlich wollten wir so kurz nach der Hochzeit im Mai und vor der Geburt unserer kleinen Tochter im September ein paar ruhige Tage am Ossiacher See verbringen“, berichtet die Jungärztefamilie Zuser, die gerade am Campingplatz Kölbl residiert.
Doch leider geschah es, dass sich beim Ballspielen der Ehering des Gatten vom Finger löste und im Schlamm versank. Stundenlange Tauchgänge mit zahlreichen Helfern brachten keinen Erfolg. Der Schwiegervater rückte sogar mit einem speziellen Unterwasserdetektor aus Wien an. Gemeinsam waren die ersten Bierkapseln, Münzen und Bleistücke schnell gefunden, dennoch stellte sich nach acht Stunden kein Erfolg ein. Nach dem Gewitter von Mittwoch sah es noch schlechter aus. Spurweise grub sich der Junggatte durch den Schlamm, bis ihm das Wasser im wahrsten Sinne bis zum Hals stand. Nach vier Stunden im Wasser plötzlich ein vielversprechendes Signal, ein letzter Versuch und aus dem Schlamm wurde der Ring gehoben. Applaus von den zahlreichen Zuschauern am Steg, ein überglückliches Ehepaar und eine freudestrahlende Campingplatzbesitzerin sind der große Lohn für die Anstrengungen. Die Lektion hat der Junggatte jedenfalls gelernt und bedankt sich für die zahlreiche Anteilnahme und die liebevolle Unterstützung des Campingplatzes. Damit schließt sich der Ring im wahrsten Sinne.

© KK

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